Frauenbund Klardorf/Büchelkühn feiert Jubiläum
50 Jahre gelebter Glaube

Der Frauenbund Klardorf ehrte beim Jubiläum Mitglieder für mehr als 50 Jahre Treue zum Verein; zusätzlich wurden verdiente Vorstandsmitglieder ausgezeichnet. Bilder: gab (2)
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Schwandorf
19.05.2017
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Die stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl (Zweite Reihe, zweite von rechts) zeichnete zahlreiche Mitglieder für 25 und 40 Jahre Mitgliedschaft aus.

Der Frauenbund Klardorf/Büchelkühn feiert Geburtstag: Seit 50 Jahren setzt der Verein religiöse, karitative, kulturelle und gesellschaftliche Akzente. Bei der Jubiläumsfeier im Pfarrheim standen Ehrungen an.

Im Februar 1967 wurde der Frauenbund Klardorf aus der Taufe gehoben. Bei der Geburtstagsfeier hoben Redner das Engagement des Vereins hervor. Vorsitzende Maria Ehrenreich begrüßte im Pfarrheim besonders Prälat Josef Grabmeier, der bei der Gründung Pate gestanden hatte. Zu den Rednern gehörten Geistlicher Beirat Pfarrer Peter Wolz, stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl und stellvertretende Bezirksleiterin Christl Schuh. Der Feier wurde von der Schönseer Stubenmusik gestaltet.

Grabmeier sei der Initiator für die Gründung des Frauenbundes in Klardorf gewesen, berichtete die Maria Ehrenreich. Von Beginn an setzte der Frauenbund Akzente, brachte sich in die dörfliche Gemeinschaft bereichernd ein. Zu den Aktivitäten gehören das Palmbüschel- und Kräuterbüschelbinden ebenso wie diverse Feiern im Jahreslauf oder Ausflüge, etwa zum Muttertag. Vorträge zu Gesundheitsthemen oder Bildungsangebote runden das Angebot ab.

Stets aktuelle Themen


Stets habe der jeweilige Vorstand den Mitgliedern eine breite Themenpalette angeboten, hob Ehrenreich hervor. Der Verein sei ein Aktivposten im Dorfleben und verkörpere Zusammengehörigkeit. Pfarrer Peter Wolz meinte, dass der Frauenbund aufgerufen sei mit Glauben, Treue zur Kirche, Entschiedenheit und Realitätssinn zu handeln, "um Gottes Auftrag in unserer Zeit zu vollbringen und so Hoffnungszeichen für unsere Kirche zu sein".

Prälat Josef Grabmeier sagte, ein Frauenbund entstehe nicht von selbst und falle auch nicht vom Himmel. "Dazu gehören Frauen, die über den Tellerrand des eigenen privaten Lebens hinaus schauen, die wach sind für die großen Anliegen des öffentlichen Lebens und die Nöte und Bedürfnisse anderer erkennen." Gleichzeitig wüssten die Frauen auch, dass Gemeinschaft stark macht. Die Frauen der ersten Stunde und die von heute stellten sich diesen Anliegen. Er dankte den Frauen für ihr Engagement und ihre Treue.

Mit dem damaligen Weihbischof Vinzenz Guggenberger habe er das Signal für den Aufbruch und die Gründung des Zweigvereins gegeben. Dazu waren in der Pfarrei durch das lebendige, kirchliche Leben und durch das Wirken der Vorgänger die Voraussetzungen gegeben. Zusammenhalt, Einheit und ein wirkungsvolles Schaffen für die Mitglieder, für die Pfarrgemeinde und für die Gesellschaft wünschte er abschließend.

Idealismus eingebracht


In ihrer Festrede betonte die stellvertretende Diözesanvorsitzende Luitgard Hartl, dass die Mitglieder im Frauenbund immenses leisten. An die Mitglieder gewandt sagte sie, "ihre Vorgängerinnen haben sich 1967 entschlossen, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen, sich einem großen Verband von Frauen anzuschließen, der politisch aktiv, gesellschaftlich integriert und kirchlich engagiert ist." 50 Jahre hätten sich die Frauen für den Zweigverein Klardorf stark gemacht, ihre Freizeit geopfert, ihre Ideen und ihren Idealismus eingebracht und so für viele Frauen ein Zuhause geschaffen. Eine starke Gemeinschaft sei entstanden.

Ihr besonderer Dank galt den Frauen, die Vorstandsämter und Verantwortung übernahmen. In 50 Jahren hätten viele Arbeit und Mühen auf sich genommen, um den Frauenbund zu einem festen Bestandteil in ihrer Pfarrei werden zu lassen. "Denn sich kennen, sich treffen, miteinander reden - sich dadurch besser zu verstehen - dies erleichtert das Zusammenleben in der Pfarrei und Gemeinde", betonte Hartl. Mit- und füreinander leben heiße, den Glauben im Alltag zu leben. Pfarrer Wolz und Prälat Grabmeier feierten nach den Ehrungen zum Abschluss einen Festgottesdienst. Der Kirchenchor umrahmte die Messe.

Ehrungen beim JubiläumZahlreiche Mitglieder des Frauenbundes Klardorf/Büchelkühn wurden beim Jubiläum ausgezeichnet.

Für mindestens 25 Jahre Treue zum Verein bekamen Christa Beer, Anna Biller, Anna Danzer, Irmgard Ehrenreich, Brigitte Einer, Veronika Fiedler, Anna Kiener, Maria Koch, Else Kosch, Hildegard Koziol, Maria Kruppa, Rosa Pirzer, Gisela Bäuml, Elisabeth Kraus, Anna Kraus, Hildegard Krüger, Margarte Noßner und Beate Sigl die Ehrennadel in Silber.

Mit der Ehrennadel in Gold wurden Sieglinde Deinzer, Maria Frimberger, Babette Göhlich, Hildegard Grauvogl, Marianne Gschrey, Elfriede Huml, Marianne Karg, Anna Käufl, Maria Mändl, Christa Mulzer, Anita Romanczak, Anna Scherr, Maria Siess, Hilde Ferstl, Theresia Obermeiner und Edeltraud Scheibinger für mindestens 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Die Ehrennadel in Gold mit Stein für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Elfriede Bäuml, Rosa Damm, Maria Dotzler, Regina Drexler, Marianne Gassner, Anna Grabinger, Maria Huber, Ottilie Kick, Gerda Koch, Adelgunde Koller, Gertraud Moritz, Agnes Mulzer, Mathilde Pirzer, Maria Reisky, Herta Rinner, Christa Karg, Fanny Kick, Josefine Roidl, Betti Seidl, Irmgard Stöckl, Elfriede Ullmann und Anna Winkler. Für ihre langjährige Vorstandstätigkeit wurden Katharina Schuster und Christa Scherübl ebenfalls mit der Ehrennadel in Gold mit Stein ausgezeichnet. (gab)
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