Gemeinden und Betriebe ausgezeichnet
Familienfreundlich rechnet sich

Neun Unternehmen der verschiedensten Betriebsgrößen aus dem ganzen Landkreis Schwandorf wurden gestern in der Spitalkirche vom "Bündnis für Familie" für ihre familienfreundlichen Angebote ausgezeichnet. Bilder: Dobler (2)
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Schwandorf
10.11.2016
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Zahlreiche Bürgermeister nahmen bei der Preisverleihung "Familienfreundlicher Landkreis" für ihre vorbildlichen Gemeinden Auszeichnungen entgegen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine der Antworten auf den demografischen Wandel. Dazu gehören familienbewusste Arbeitszeiten genauso wie eine Unternehmenskultur, in der Familie als Bereicherung gilt. Betriebe und Kommunen, die sich als besonders familienfreundlich erweisen, wurden nun ausgezeichnet.

Das "Lokale Bündnis für Familie" veranstaltete heuer erneut einen Wettbewerb, um im Landkreis Schwandorf familienfreundliche Unternehmen und Kommunen zu ermitteln. Wie bereits bei den Wettbewerben 2009 und 2012 ging es um die Ermutigung, sich dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stellen.

Joachim Ossmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, forderte gestern Abend in seiner Ansprache in der Spitalkirche "wir brauchen noch viel mehr Unternehmen, die Familienfreundlichkeit als Bestandteil der Personalpolitik verstehen". Nötig sei eine Arbeitswelt, "in der familiäre Pflichten nicht zu einem Karrierehindernis für Frauen und zusätzlich noch zu Produktionseinbußen für die Unternehmen führen". So plädierte Ossmann für eine Unternehmenskultur, die aktiv darauf hin wirke, dass eine Balance von Beruf und privaten Interessen stattfinden könne. Ähnlich äußerten sich Oberbürgermeister Andreas Feller als Hausherr der Veranstaltung und Landrat Thomas Ebeling, der die Laudatio auf die Gewinner bei den Kommunen hielt. "Familienfreundlichkeit steigert das Ansehen und die Attraktivität der Kommune", betonte er. "Junge Menschen entscheiden, sich dort niederzulassen, wo die beruflichen Perspektiven zusammen mit familienfreundlicher Personalpolitik zusammenfinden und sie prüfen auch, welche Freizeitmöglichkeiten, welche Infrastruktur und welche Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort sind."

Vielseitige Kommunen


Und damit die älteren Bewohner da bleiben können, wo sie sich wohlfühlen, seien die Pflegeeinrichtungen, die Nachbarschaftshilfen und die barrierefreie Gestaltung des Wohnumfeldes von Bedeutung, so Ebeling. Die eingereichten Wettbewerbsunterlagen würden zeigen, wie vielseitig Familienfreundlichkeit in den Kommunen umgesetzt werde. Streiflicher aus der Bündnisarbeit stellten Dorothea Seitz-Dobler (Arbeitsagentur) und Helga Forster (Landratsamt) vor. (weiterer Bericht)

Auch in den Unternehmen setzt sich immer stärker die Einsicht durch, dass wir eine bessere Balance von Familie und Arbeitswelt brauchen.Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit


Die GewinnerKleine Unternehmen

1. Platz Bäckerei-Konditorei Kurt Scherl

2. Platz KCT Systemhaus GmbH

3. Platz NABU Oberflächentechnik GmbH

Mittlere Unternehmen

1. Platz Kolping Bildungswerk

2. Platz TGW Software Services GmbH

3. Platz Fischer Haus GmbH &Co.KG

Große Unternehmen

1. Platz Horsch Maschinen GmbH

2. Platz Nabaltec AG

2. Platz: Globus SB-Warenhaus

Orte bis 2000 Einwohner

1.Platz Winklarn

2. Platz Steinberg am See

3. Platz Neukirchen-Balbini

Orte bis 6000 Einwohner

1. Platz Wackersdorf

2. Platz Oberviechtach

3. Platz Bruck

Orte über 6000 Einwohner

1. Platz Schwandorf

1. Platz Stadt Burglengenfeld

2. Platz Neunburg v. W.

3. Platz Maxhütte-Haidhof
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