Gemeinsame Oberpfälzer Bewerbung um "Digitales gründerzentrum:
„Silicon Valley von Bayern“

Für eine gemeinsame Bewerbung der Oberpfalz ziehen alle Entscheidungsträger im Regierungsbezirk an einem Strang. Die Oberpfalz gilt für ein "Digitales Gründerzentrum" als gesetzt. Bild: cf
Vermischtes
Schwandorf
14.05.2016
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Auch nördlich des Pfaffensteiner Tunnels findet Digitalisierung statt. Über ihre innovative Tochter R-Tech holt die Stadt Regensburg die nördliche und mittlere Oberpfalz mit ins Boot: für eine gemeinsame Bewerbung zum "Digitalen Gründerzentrum".

Im Norden des Regierungsbezirks besteht bei der Digitalisierung ein "besonderer Handlungsbedarf", im Süden konzentriert sich Kompetenz für IT, dazwischen liegt die OTH Amberg-Weiden, die im Verbund mit der OTH Regensburg agiert. In Verbindung mit allen verantwortlichen Kommunalpolitikern bringt diese regionale Allianz nun eine gemeinsame Bewerbung für ein "Digitales Gründerzentrum" auf den Weg. Um der Digitalisierung noch mehr Schwung zu geben, will die Staatsregierung ein solches Zentrum in jedem Regierungsbezirk ansiedeln (wir berichteten am 2. Mai exklusiv). Am Freitag, dem Stichtag für die Bewerbungsfrist, traten die "Konsortialpartner" an die Öffentlichkeit: Symbolisch im geografischen Mittelpunkt der Oberpfalz, im futuristischen Gebäude des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf (ZMS). "Wir wollen die Start-up-Ideen zusammenbringen", sagte Alexander Rupprecht, Geschäftsführer von R-Tech. Rupprecht erwartet durch das Projekt ein "digitales Innovations-Klima für die gesamte Oberpfalz" und sogar die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Oberpfälzer Unternehmen.

"Auf Augenhöhe"


Rupprecht ("die Oberpfalz verfügt über sieben von zehn wesentlichen Technologiefeldern") nannte die Schwerpunkte des Projekts: Sensibilisierung und Motivation von IT-Gründern; Einbindung in Netzwerke; digitale Anlaufstelle für IT-Gründer und Öffentlichkeitsarbeit. Bescheiden reduzierte er die Rolle von R-Tech bzw. TechBase auf eine "Koordinationsfunktion". Der Wirtschaftsreferent der Stadt Regensburg, Dieter Daminger, sprach von einer "Partnerschaft auf Augenhöhe": "Die Oberpfalz hat sich zusammengefunden, es gibt keine Dominanz von Regensburg." Ohne diese Gemeinsamkeit - "statt einer Verzettelung in Einzelanträgen" - hätten "wir uns selber aus dem Rennen geschossen".

Über einen "Meilenstein" freute sich OTH-Präsidentin Andrea Klug und ihr Regensburger Kollege Wolfgang Baier zeigte sich zufrieden mit dem "Antrag einer Region": "Wir müssen wegkommen vom Gegeneinander." Für OTH-Chefstrategen Dr. Wolfgang Weber wäre die Genehmigung der "Ritterschlag". Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, umtriebiger Initiator, gab der Bewerbung um ein "Digitales Gründerzentrum" eine 100-prozentige Erfolgschance. Euphorisch rief Reiß die Oberpfalz zum "Silicon Valley von Bayern" aus. Wie berichtet, sollen für das Projekt rund 350 Quadratmeter im neugebauten E-Haus an der OTH in Weiden sowie im ATZ Amberg angemietet werden. Die Entscheidung fällt im Frühsommer, 2017 soll der Betrieb anlaufen.
Es ist eine gelebte, parteienübergreifende Allianz in der Oberpfalz.Professorin Andrea Klug Präsidentin OTH Amberg-Weiden
Die Oberpfalz hat sich zusammengefunden.Dieter Daminger, Wirtschafts- und Finanzreferent Regensburg
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