Gewaltige Investitionen am Krankenhaus vorgesehen
50 Millionen für St. Barbara

Der neue Vorstand des Krankenhaus-Fördervereins mit politischen Ehrengästen und Vertretern der Klinik-Leitung. Vorsitzender bleibt Andreas Wopperer (Sechster von links). Bild: Hirsch
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Schwandorf
12.11.2016
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Der neue Vorstand des Krankenhaus-Fördervereins mit politischen Ehrengästen und Vertretern der Klinik-Leitung. Vorsitzender bleibt Andreas Wopperer (Sechster von links). Bild: Hirsch

25 Jahre Förderverein und Start für eine 50-Millionen-Euro-Investition: 2017/18 werden für das Krankenhaus St. Barbara besondere Jahre. Vorsitzender Andreas Wopperer und Geschäftsführer Dr. Martin Baumann erläuterten bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins die Planungen.

Seit der Gründung am 8. Februar 1993 brachte der 500 Mitglieder zählende Verein 800 000 Euro zugunsten des St.-Barbara-Krankenhauses auf. In diesem Jahr waren es 24 000 Euro für eine Reanimationspuppe, Babybettchen, Notfall-Liegen, einen Pflegestuhl und einen Notfallwagen. Trotz der Ausgaben hat der Förderverein immer noch 42 000 Euro auf der Haben-Seite, "um", wie Schatzmeister Maximilian Zepf betonte, "das Krankenhaus weiter unterstützen zu können".

Einiges in Planung


Im November 2017 plant Vorsitzender Andreas Wopperer eine "Jubiläumsmitgliederversammlung" mit Rückblick auf 25 Jahre Förderverein. Im Februar 2018 geben die "Isartaler Hexen" ein Konzert in der Oberpfalzhalle. Bei einem Info-Stand im Globus will der Verein an Ostern 2018 auf seine Arbeit aufmerksam machen. Einige Monate später beteiligen sich die Mitglieder am "Tag der offenen Tür" des St. Barbara-Krankenhauses.

Bis dahin soll der Neubau stehen, für den im vierten Quartal 2017 der Startschuss fallen soll. Bis es soweit ist, sind noch einige Abbrucharbeiten erforderlich. "Wir wollen den Neubau unmittelbar an den Altbestand angliedern", erklärt Geschäftsführer Dr. Martin Baumann.

Freistaat fördert


Der Orden der "Barmherzigen Brüder" wird am Standort Schwandorf 50 Millionen Euro investieren. Auf fünf Stockwerken entstehen zwei neue Krankenstationen, eine Akutgeriatrie-Abteilung, eine Intensivstation und die Notaufnahme, die um das Dreifache vergrößert werden soll. "Die Zahlen explodieren", so der Geschäftsführer. Momentan werde die Notaufnahme, in der allein vier Fachärzte beschäftigt sind, in einer Übergangslösung erweitert. Die Einweihung für den Umbau alter OP-Räume erfolgt am 15. Dezember.

"Es wird das drittgrößte Krankenhausprojekt in Bayern sein", sagt Geschäftsführer Dr. Martin Baumann. Der Freistaat Bayern habe die Förderung inzwischen um 1,2 Millionen aufgestockt und beteilige sich nun mit 38,8 Millionen an den Gesamtkosten von 50 Millionen Euro. Die "Barmherzigen Brüder" beschäftigen am Standort Schwandorf 700 Mitarbeiter, davon über 70 Ärzte. Mit der neuen Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe sei das Haus enorm aufgewertet worden, findet der Verwaltungschef. Er geht in Zukunft von 750 Geburten jährlich aus. Die Zusammenlegung der Hebammenteams von Schwandorf und Nabburg im Juli 2016 mit jetzt 15 Fachkräften habe sich bewährt. Das St. Barbara-Krankenhaus arbeitet personell eng mit dem Regensburger Haus der Barmherzigen Brüder zusammen. Fachärzte von dort wechseln regelmäßig nach Schwandorf und umgekehrt. Kleinen Häusern gibt Dr. Martin Baumann in Zukunft aus wirtschaftlichen Gründen "keine Überlebenschance".

Neuer Urologe


Der Geschäftsführer stellte mit Dr. Sebastian Schneider einen neuen Belegarzt vor, der die Nachfolge des Urologen Dr. Gottfried Knöpfle antritt. Seit Anfang Oktober sei am Krankenhaus auch eine rund um die Uhr besetzte Bereitschaftspraxis für Patienten angesiedelt, die ihren Hausarzt außerhalb der Sprechzeiten aufsuchen wollen. Der Vorteil, so Dr. Baumann: "Der Patient kann sofort der Notaufnahme übergeben werden, wenn es erforderlich ist".

VorstandDas bisherige Vorstandsteam trat bei den Neuwahlen geschlossen wieder an: Vorsitzender Andreas Wopperer, stellvertretende Vorsitzende Anja Schanderl-Krüger, Schriftführer Dr. Heinrich Giewekemeyer und Siglinde Schindler, Kassier Maximilian Zepf und Josef Stadler sowie Justitiar Dr. Bernhard Wankerl. (rhi)
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