"Hightech-live-Camp" für angehende Azubis zeigt, wie Schule und Wirtschaft kooperieren
Mehr als ein Katamaran-Modell

Die Projektteilnehmer erprobten die solarbetriebenen Modell-Katamarane im Wasserbecken unter künstlichem Licht. Wie sich zeigte, konnte es die Sonnenstrahlen nicht gleichwertig ersetzen. Bild: Hirsch
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Schwandorf
06.11.2016
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Sie haben geschraubt, gelötet, gefräst und beim Bau eines Katamarans technische Grundkenntnisse erworben. Am Ende des vierten "Hightech-live-Camps" präsentierten die Jugendlichen ihre Modelle.

In einer fünftägigen Maßnahme haben acht Mittel- und vier Realschüler der achten und neunten Jahrgangsstufen Modell-Katamarane mit Solarantrieb gebaut. Die Unternehmen Horsch Maschinen GmbH in Schwandorf, emz-Hanauer in Nabburg und Quadrus Metalltechnik in Schmidgaden waren als Kooperationspartner im Boot. Die Jugendlichen sammelten Informationen über die Betriebe, lernten ihre Fähigkeiten richtig einzuschätzen, unterzogen sich einem Bewerbungstraining und stellten die Ergebnisse nun in den Räumen der Firma Horsch vor.

"Wir haben eine motivierte Truppe erlebt", fasste Projektleiterin Christina Beck die Ereignisse der Woche zusammen. Schulamtsdirektorin Renate Vettori schätzt am Camp die persönlichkeitsbildenden Maßnahmen wie Durchhaltevermögen, Arbeitshaltung und Teamwork. Die Arbeitskreisleiterin "Schule/Wirtschaft", hatte aus 50 Bewerbungen zwölf ausgewählt. Die Ausbilder Christian Graf (Horsch), Dominik Bösl (Quadrus) und Helmut Schönberger (emz) unterstützten das Projekt nicht ganz uneigennützig und betonten: "Frühere Camp-Teilnehmer machen heute bei uns eine Ausbildung". Zu ihnen gehören Konstruktionsmechanikerin Chiara Mailli (Horsch) und Verfahrensmechaniker Jakob Hiltner (emz-Hanauer). Sie ermunterten die angehenden Schulabgänger zum Praktikum in technischen Berufen.

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl sprach von einem "zielorientierten Projekt" und Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl war beeindruckt von der Präsentation der Schüler. "Das Camp ist inzwischen zu einem Selbstläufer geworden", stellte der Vertreter des bayerischen Metall- und Elektroverbandes, Oliver Klein, fest. Die Schüler erprobten die Katamarane im Wasserbecken unter künstlichem Licht. Wie sich zeigte, konnte es die Sonnenstrahlen nicht gleichwertig ersetzen.
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