Hochkonjunktur für Einbrecher

Vermischtes
Schwandorf
31.03.2016
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Innerhalb der letzten zehn Jahre gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz noch nie so viele Wohnungseinbrüche wie 2015. Dazu trug auch ein leichter Anstieg der Fälle im Landkreis bei. Die Straftaten nahmen insgesamt ebenfalls zu.

5204 Delikte und damit 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr registrierte die Polizei im Landkreis Schwandorf. Der Zuwachs fiel damit 2015 deutlich schwächer aus als im Bundesgebiet, wo er sich im Schnitt bei 4,0 Prozent einpendelt. Die Fahnder konnten gleichzeitig ihre Aufklärungsquote verbessern. In 70,5 Prozent der Fälle (+ 3,2) kamen die Täter ans Tageslicht; bundesweit war das nur bei 56 Prozent so.

Die aktuellen Zahlen, die das Polizeipräsidium in Regensburg vorlegte, weisen eine Zunahme der Fallzahlen bei den Gewalttaten von 140 auf 169 und bei den Drogenvergehen von 343 auf 457 auf. Die Straßenkriminalität ging dagegen von 795 auf 762 zurück, die Anzahl der Diebstähle von 1540 auf 1409. Zwar machen die Wohnungseinbrüche gerade einmal ein Prozent aller Straftaten aus, doch beeinflussen sie das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung ganz massiv. 52 Fälle mussten im zurückliegenden Jahr bearbeitet werden, 51 waren es 2014. Seit 2010 (27) kam es somit fast zu einer Verdoppelung.

Rekordzahl bei Unfällen


Aussagen trifft der Sicherheitsbericht auch zur Kinder- und Jugendkriminalität. Bei den jugendspezifischen Delikten stand der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen an der Spitze. In dieser Rubrik machten die Tatverdächtigen unter 21 Jahren exakt 50 Prozent aus. Es folgten die Straßenkriminalität (38,3 Prozent) und Sachbeschädigungen (37,0 Prozent).

Der Zehn-Jahres-Vergleich weist bei der Entwicklung der Verkehrsunfälle einen unrühmlichen Rekord aus. Mit 4734 Unfällen steht 2015 an der ersten Stelle des Rankings, gefolgt von 2014 (4323) und 2012 (4309). Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer lag mit 14 im statistischen Mittelfeld: Die Schwankung reicht von 20 im Jahr 2013 bis 5 in 2010. 850 Personen erlitten Verletzungen, was die zweitniedrigste Zahl (2013: 845) darstellte. Der Wert lag 2007 am höchsten: bei 1124.

Die Alkoholunfälle blieben mit 49 auf einem niedrigen Niveau. Vor zehn Jahren waren es 107. Ähnlich sieht es bei den Kollisionen aus, die tempobedingt zustande kamen. Die sogenannten "Geschwindigkeitsunfälle" standen 2015 mit 157 zu Buche, die Rekordmarke lag 2006 bei 345. Vier Schulwegunfälle mit vier verletzten Kindern waren zu verzeichnen. Auch diese Zahlen liegen am unteren Ende der Skala, nachdem in der Spitze im Jahr 2008 gleich 32 Verletzte bei zwölf Unfällen zu beklagen waren.

Kriminalität in 33 KommunenIn den 33 Städten und Gemeinden des Landkreises Schwandorf registrierte die Polizei 2015 folgende Straftatenzahlen (in Klammern jeweils die Aufklärungsquote):

Altendorf 11 (72,7 %) Bodenwöhr 103 (68,0 %) Bruck 118 (72,0 %) Burglengenfeld 520 (70,2 %) Dieterskirchen 9 (44,4 %) Fensterbach 39 (59,0 %) Gleiritsch 4 (75,0 %) Guteneck 9 (66,7 %) Maxhütte-Haidhof 301 (69,4 %) Nabburg 315 (71,4 %) Neukirchen-Balbini 9 (55,6 %) Neunburg vorm Wald 200 (73,0 %) Niedermurach 9 (55,6 %) Nittenau 237 (65,0 %) Oberviechtach 176 (73,9 %) Pfreimd 208 (73,6 %) Schmidgaden 73 (76,7 %) Schönsee 51 (74,5 %) Schwandorf 1795 (70,4 %) Schwarzach 12 (75,0 %) Schwarzenfeld 225 (71,6 %) Schwarzhofen 18 (61,1 %) Stadlern 15 (66,7 %) Steinberg am See 35 (80,0 %) Stulln 50 (50,0 %) Teublitz 170 (65,3 %) Teunz 56 (87,5 %) Thanstein 6 (50,0 %) Trausnitz 12 (58,3 %) Wackersdorf 189 (75,7 %) Weiding 13 (100 %) Wernberg-Köblitz 203 (70,4 %) Winklarn 12 (58,3 %)
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