Hohe Investition für die Lindenschule in Schwandorf
6,5 Millionen Euro für Sanierung

Der Zwischenbau, vor dem ein Baum steht, wird abgerissen und ein zweistöckiger Verbindungsbau geschaffen. Das langgezogene Gebäude links wird innen und außen saniert. Das Gebäude rechts des Zwischenbaus wird innen renoviert. Bild: Gerhard Götz
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Schwandorf
10.11.2016
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Die Generalsanierung der Lindenschule ist schon länger Thema. Im Bauausschuss nannte Architekt Peter Pracht (Büro Knipl, Pracht und Partner) nun erste Zahlen zu den Kosten. Die sind immens.

Für die Lindenschule fallen laut Pracht Baukosten von 5,97 Millionen Euro an, für den Hort wird rund eine halbe Millionen Euro fällig - beides zuzüglich Nebenkosten. Auf die Planung selbst ging der Architekt nicht ein. Sie waren bereits mehrfach Thema und waren den Ausschuss-Mitgliedern bekannt. Stattdessen verwies Pracht auf die Beschlussvorlage.

Bei der Generalsanierung für die fast 70 Jahre alte Schule gilt: Der Innenbereich soll barrierefrei gestaltet werden. Über einen Aufzug sollen sämtliche Stockwerke erreicht werden. Außerdem werden Rampen verbaut. Die Fernwärmeheizung wird beibehalten, es werden allerdings neue Heizleitungen und Heizkörper eingebaut. Die sanitären Einrichtungen sollen generalsaniert werden. Für die viel genutzten Räume sind energiesparende LED-Leuchten eingeplant. Die Kosten für die Schule setzen sich aus vier Bausteinen zusammen. Umbau und Sanierung des Gebäudes belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Die Gestaltung der Klassenzimmer orientiert sich an einem vor ein paar Jahren sanierten Teil der Schule. Für den zweistöckigen Erweiterungsbau, der den jetzigen Verbindungsbau ersetzen wird, werden 1,4 Millionen Euro fällig. Für die Turnhalle sind unter anderem eine Fußbodenheizung, Prallwände, eine ballwurfsichere Decken-Konstruktion und ein Vollwärmeschutz für die Außenfassade geplant. Kosten laut Architekt: 960 000 Euro. Die Außenanlagen schlagen mit 72 000 Euro zu Buche. Der Vorplatz entsteht als barrierefrei gestalteter Zugang zum Gebäude. Der Pausenhof bleibt in seiner Form und Größe erhalten. Im Westen des Schulhofs schließen sich drei 50-Meter-Laufbahnen und die Anlaufbahn mit Sprunggrube an. Das Fußballfeld soll außerdem größer werden.

Einstimmige Empfehlung


Pracht erklärte, dass ein Neubau knapp 800 000 Euro mehr gekostet hätte und zehn bis zwölf Prozent kleiner gewesen wäre. Allerdings betonte er, dass darin die rund 600 000 Euro nicht eingerechnet sind, die 2010 in eine energetische Sanierung investiert worden seien. Dr. Jochen Glamsch (UW) fragte nach, was in der Übergangszeit mit der Unterbringung der Schüler und Lehrer geplant ist. Oberbürgermeister Andreas Feller erklärte: "Wir sind im Gespräch, können aber nichts sagen." Pracht verriet allerdings, dass drei Jahrgangsstufen und die Schulverwaltung im Gebäude bleiben können. Der Entwurf und die Kostenrechnung sind nun in der nächsten Stadtratssitzung am 21. November Thema. Der Bauausschuss empfahl einstimmig die Genehmigung des Konzepts.
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