Investition für junge Menschen

Prälat Dr. Josef Schweiger segnete die neuen Räume im "Haus des Guten Hirten", in denen benachteiligte Jugendliche großzügig untergebracht sind. Begleitet wurde er von Einrichtungsleiter Otto Storbeck, Oberbürgermeister Andreas Feller, Direktor Michael Eibl und einer der beiden dort noch wohnenden Ordensschwestern (von rechts). Bild: Hirsch
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Schwandorf
08.07.2016
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Wo einst Klosterschwestern untergebracht waren, leben heute Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf in einer Wohngemeinschaft. 2,6 Millionen Euro hat die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg in den Umbau investiert.

Die Jugendfürsorge in der Diözese Regensburg schloss als Träger die Sanierungsmaßnahmen am Standort Schwandorf-Ettmannsdorf ab. Sie ist dort in die Anlage der Kongregation "Vom Guten Hirten" einquartiert. In den vergangenen zehn Jahren ließ sie die Berufsschule St. Marien, die Werkstätten für die praktische Ausbildung und die Räume im Wohnheim sanieren und ausbauen. Die Investitionssumme betrug insgesamt zwölf Millionen Euro.

Von den 300 Jugendlichen aus der gesamten Oberpfalz, die die Berufsschule und diverse Fördermaßnahmen besuchen, leben 126 im angeschlossenen Internat. In insgesamt 13 Gruppen sind sie untergebracht. Neu sind nun zwei Wohngemeinschaften mit jeweils zehn Jugendlichen, die ein eigenes Zimmer haben und einen Gemeinschaftsraum nutzen können.

Lehrer und Helfer


Zwei Ordensschwestern sind noch im Haus: Donata und Petra betreuen die Jugendlichen in ihrer Freizeit. Ganz nach dem Motto des Ordens: "Immer auf der Seite der jungen Menschen". Für den KJF-Vorsitzenden Dr. Josef Schweiger sind die Erzieher "nicht nur Lehrer und Ratgeber, sondern auch Wegbegleiter, Helfer und Freund". Der Prälat schritt durch die neuen Räume und segnete sie.

An der Einweihung nahmen am Donnerstag auch Oberbürgermeister Andreas Feller sowie Vertreter der Agentur für Arbeit und des Kreisjugendamtes teil, mit denen das "Haus des Guten Hirten" bei der Begleitung der Jugendlichen eng zusammenarbeitet. Einrichtungsleiter Otto Storbeck weiß um die Nöte der benachteiligten jungen Menschen und ist deshalb froh, ihnen "mit den neuen, modern und multimedial ausgestatten Wohngruppen einen Ersatz für ein verloren gegangenes Zuhause schaffen zu können".

Im Jahre 1866 übernahm der Orden der "Schwestern vom Guten Hirten" das aus dem 13. Jahrhundert stammende Schloss Ettmannsdorf und richtete dort ein Kloster ein. Aus der einstigen "Besserungsanstalt für gefallene Mädchen" ist von 1992 an eine Ausbildungsstätte der "Katholischen Jugendfürsorge" geworden, die 2017 das 25-jährige Bestehen feiert. Dort erlernen die Jugendlichen einen Beruf oder bereiten sich auf eine Ausbildung in den Bereichen Malerei, Holz, Metall, Hauswirtschaft oder Garten- und Zierpflanzenbau vor. Im "Haus des Guten Hirten" werden derzeit auch 31 jugendliche Flüchtlinge betreut.
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