Jubiläum der "Johanniter"
Als verläßlich etabliert

Die Regionalvorstände der Johanniter, Martin Steinkirchner (rechts) und Martin Lehmann (Mitte), verliehen dem Gründungsvorsitzenden Wolf-Dieter Grahn (links) das Leistungsabzeichen in Gold. Bilder: Hirsch(2)
Vermischtes
Schwandorf
01.08.2016
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Der Bruch mit dem Bayerischen Roten Kreuz ist zehn Jahre her. Damals kehrte Bereitschaftsleiter Wolf-Dieter Grahn dem BRK-Kreisverband den Rücken und gründete den Ortsverband der "Johanniter". Doch das ist Geschichte, die bei am Freitag in der Spitalkirche keine Rolle mehr spielte.

"Die Johanniter" haben sich in Schwandorf längst etabliert. Der Ortsverband zählt 46 aktive Helfer, darunter je drei Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Der Verband ist Träger einer Rettungswagenstation bei Freihöls und eines Kindergartens im Piusheim. "Wir wären froh, wenn wir auch den Zuschlag für das geplante Kinderhaus in Schwandorf bekommen würden", sagte Martin Lehmann in seiner Ansprache.

Für das Mitglied des Regionalvorstandes Ostbayern sind die "Johanniter" ein verlässlicher Partner, "der immer da ist, wenn er gebraucht wird". So beim Unwetter 2009, bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 2010 und bei der Hochwasserkatastrophe 2013. Bei der Betreuung der Flüchtlinge beweise der Verband seine Weltoffenheit und seine Toleranz, versicherte Martin Lehmann und betonte: "Wenn wir helfen, spielen Herkunft, Religion oder Kultur der Menschen keine Rolle".

Kein Selbstdarsteller


Ein "Johanniter" sei kein Selbstdarsteller und nicht auf den eigenen Vorteil bedacht, so der Regionalvorstand. Und: "Fremdenfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz". 2006 startete der Ortsverband mit einem Rettungswagen. Heute gehören zum Fuhrpark zwei Rettungsfahrzeuge, zwei Mannschaftstransport-Fahrzeuge, drei Gerätewagen, ein Einsatzleitfahrzeug und ein Quad. Im vergangenen Jahr leisteten die Helfer des Schwandorfer Ortsverbandes 2500 ehrenamtliche Stunden im Betreuungsdienst und 4300 Stunden im Hausnotruf-Hintergrunddienst. Darüber hinaus engagieren sich die Johanniter im Bevölkerungsschutz, im Menüservice, als Helfer vor Ort und in der Krisenintervention.

Andrea Scherübl ist der einzige weibliche Ortsbeauftragte im Regionalverband. Auch sie wechselte damals vom Roten Kreuz zu den Johannitern und hat entscheidend am Aufbau des Ortsverbandes mitgewirkt. Ebenso wie Ulrich Pidrmann, Leiter der ehrenamtlichen Dienste, einst ebenfalls ein BRKler. Ihnen übereichte Martin Lehmann eine Mütze und Schulterklappen zum Zeichen ihrer Führungsqualitäten.

Die GeehrtenGründungsvorsitzender und Standort-Notarzt Wolf-Dieter Grahn erhielt das Leistungsabzeichen in Gold. "Silber" bekamen stellvertretender Ortsbeauftragter Wolfgang Wellnhofer sowie Claudia Merkl und Torsten Färber. Die Leistungsnadel in Bronze ließen sich Martin Schütz, Marion Rothballer, Markus Rappl, Wolfgang Mulzer, Nadine Merkl, Carola Knappe, Janine Jobst, Claudia Meyn, Christan Eilers und Arno Wifling anstecken. Das Jugendleistungsabzeichen in Silber wurde Timo Wellnhofer verliehen. Die Ehrennadel in Silber der Johanniter-Unfallhilfe bekam Ernst Schober. (rhi)
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