KF Oberviechtach trauert um Sportkameradin
Schock sitzt tief

Symbolbild (Foto: dpa)
Vermischtes
Schwandorf
21.12.2015
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Der Schock sitzt tief beim Kolping-Tischtennisverein Oberviechtach. Die Verantwortlichen können die schrecklichen Folgen des Unfalls nicht fassen, bei dem am Samstag eine zwölfjährige Sportkameradin so schwer verletzt wurde, dass sie am Sonntag in einer Klinik starb.

Das Ausweichmanöver übersah der Fahrer eines Transporters und fuhr auf den Audi mit den fünf Oberviechtachern auf. Der Aufprall war heftig, die Zwölfjährige wurde lebensgefährlich verletzt und wurde in ein Regensburger Klinikum gebracht. Dort verstarb sie am Sonntag. Drei weitere Insassen des Audi und der Verursacher wurden mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. "Das ist immer so eine Sekundensache", sagt der Schwandorfer Polizeichef, erster Polizeihauptkommissar Armin Kott zum Unfallhergang. Warum der Fahrer des Transporters auf das ausweichende Auto auffuhr, ist noch offen.

Zur genauen Klärung wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter herangezogen. Bis seine Ergebnisse vorliegen, wird es noch eine Weile dauern. Nach den bisherigen Ermittlungen treffe den Fahrer des Tischtennisteams keine Schuld. Für Mitglieder von Sportvereinen, die dem Bayerischen Landessportverband angeschlossen sind, besteht eine Unfallversicherung bei der ARAG, die in solchen Fällen greift. Die Begleichung der Kosten aus den Folgen des Verkehrsunfalles sind erst einmal Sache der Kfz-Haftpflicht, erläuterte der zuständige Abteilungsleiter der ARAG, Thomas Schmidt, auf Nachfrage. "Der Verein soll den Unfall dem BLSV melden", rät Schmidt. Dann würden weitere Ansprüche geprüft. Ein Trost für die Hinterbliebenen und die Oberviechtacher Sportler kann das freilich nicht sein.
Das ist immer so eine Sekundensache.Armin Kott, Chef der Polizeiinspektion Schwandorf
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