Kinderkrippe "Stadtzwerge" wird am Samstag eingeweiht - Tag der offenen Tür für die ...
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Schwandorf
05.09.2015
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Aus zwei alten Gebäuden ist eine neue Betreuungseinrichtung für unter Dreijährige geworden. Am Samstag erfolgt die Einweihung der Kinderkrippe "Stadtzwerge" in der Kirchengasse, verbunden mit einem Tag der offenen Tür für die Bevölkerung.

Die Stadt suchte nach einer Nutzung der beiden alten Gebäude, welche unter dem Namen Ott- und Mesnerhaus bekannt waren. Gleichzeitig bestand Bedarf für eine Kinderkrippe.

Die in Aussicht gestellten staatlichen Zuschüsse erleichterten dem Stadtrat die Entscheidung, an dieser zentralen Stelle eine Betreuungseinrichtung entstehen zu lassen. Vergessen sind mittlerweile die Diskussionen über die Standortwahl und die fehlenden Parkplätze. Jetzt überwiegt die Freude am Entstandenen: Die neue Krippe ist für 24 Ganztagesplätze zur Betreuung von unter Dreijährigen ausgelegt. Die Kosten für das Projekt liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Das ehemalige Ott-Haus wurde abgerissen und neu aufgebaut, das Mesner-Haus saniert. Die Eltern-Kind-Initiative übernahm die Trägerschaft und stellte fünf Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen ein. "Im September kommen eine weitere Mitarbeiterin und eine Praktikantin dazu", kündigt EKI-Vorsitzende Ingrid Hirsch an. Leiterin der Einrichtung ist Andrea Müller.

Die Spiel-, Schlaf- und Aufenthaltsräume befinden sich auf zwei Stockwerken. Die Kinder verteilen sich auf zwei Gruppen - die "Fische" und die "Frösche". "Vormittags sind wir ausgebucht, nachmittags sind noch Plätze frei", erklärt Andrea Müller.

Die Mindestbelegung beträgt 15 Stunden pro Woche. Das kostet 95 Euro. Der Betrag kann bis auf 275 Euro steigen, wenn ein Kind täglich von 7 bis 17.30 Uhr in der Krippe bleibt.

Das Mittagessen für die Krippe kommt aus der Küche des Elisabethenheims. Jedes Kind hat sein eigenes Bett für die Ruhezeiten. Die Erzieherinnen wollen den Forschergeist der Kinder fördern und bieten Tage des Wassers, der Musik und des Sports an. Regelmäßig gibt es in der Krippe auch ein gesundes Frühstück.

Die Mädchen und Buben stammen aus der näheren Umgebung, vereinzelt auch von auswärts. Beschwerden wegen der Anfahrt habe es bislang noch nicht gegeben, sagt Leiterin Andrea Müller. Seit die Stadt die Kirchengasse zur Fußgängerzone erklärt hat, fahren die Eltern ins Parkhaus und gehen die paar Meter herüber. Mittlerweile sind auch die Außenanlagen fertig. Ein Lattenzaun lockert die nüchterne Außenmauer auf.

Nach der Einweihung mit geladenen Gästen (Samstag 11 Uhr) hat die Bevölkerung von 13 bis 16 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung der Räumlichkeiten. Die Arbeiterwohlfahrt übernimmt die Bewirtung und das Unterhaltungsprogramm. Kürzlich machte übrigens auch der Architektu(o)rbus an der Krippe Halt. Architekt Karlheinz Beer erläuterte den Fahrgästen seine Intention: "Die historische Häuserzeile in der Kirchengasse sollte weiter lesbar sein".
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