Kirwa in Fronberg
Applaus für „Mass-Prediger“

Die Kirwa-Burschen Martin Jobst (Mitte) und Johannes Hammer (links) zogen mit dem Tross durchs Dorf, begleitet vom Vorsitzenden Hubertus von Breidbach (rechts). Bilder: Hirsch(2)
Vermischtes
Schwandorf
16.10.2016
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Was hat die Fronberger Kirwa mit Kreuzrittern, Taliban und "Schläfern" zu tun? Die "Terror-Warnung" erreicht am Wochenende sogar den kleinen Schwandorfer Vorort Fronberg und löst dort den Ausnahmezustand aus. Doch Hubert Rathey gibt Entwarnung.

-Fronberg. Der "Hass-Prediger" mutiert, mit der "Liesl" in der Hand, zum "Mass-Prediger". Doch "Security" und ein weißblauer Zaun um den Kirwabaum sollten schon sein. Zum Schutz vor den Umstehenden, die sich in "seltsame Gewänder" gehüllt hatten. Den ersten Schluck widmete der schwedische Botschaftsangehörige, der eigens aus Stockholm eingeflogen war, seinem jahrelangen Bodyguard Achim Kröplin. Der Feuerwehr-Vorsitzende durfte wieder die Leiter halten und nachschenken.

Der "Kreuzritter Karl"


Hochleben lässt Hubert Rathey am Samstagabend auf dem Dorfplatz auch den "Kirwa-Taliban" Hubertus von Breidbach, dessen "Hüftgürtel" sich nicht als Sprengsatz, sondern als "Bierdepot" erweist. Ein "dreifaches Hoch" gilt auch dem "Kreuzritter Karl", der das Schreier-Kreuz an der Fronberger Straße aufgestellt hat. Einmal im Jahr bewaffnen sich die "Schläfer" Wifling und Zweck mit Axt und Kettensäge und ziehen in den Wald hinaus, um den Kirwa-Baum zu holen. Er ist, welch ein Zufall, auch heuer genau 30 Meter hoch.

Auf Umwegen gelangt er schließlich zum Dorfplatz. Vorbei am Heim der Zwölfer-Schützen, am Cafe "Lawendels" und am Schlosshof. Nach der kräftigen Stärkung geht es an die Arbeit. Unter der Regie von Michael und Alexander Zweck stellen die Helfer den Stamm fachgerecht auf.

Abwechselnd aufs Podium


Rasch ist das Podium errichtet für den ersten Auftritt der Kirwapaare. 22 an der Zahl - schon wieder ein neuer Rekord. Sie finden gar nicht alle Platz auf dem Tanzboden und müssen sich abwechseln. "Musik kann auch Terror sein", stellt Hubert Rathey fest, "aber nicht von den Fronberger Kirwamusikanten", die die Tanzveranstaltungen im Saal und auf der Bühne begleiten. Ein paar Stunden "in Frieden und Freiheit" zu verbringen, sozusagen im "Kirwa-Paradies", das sei den Männern beim Frühschoppen am Montagvormittag nun wirklich vergönnt. Dafür gibt es Beifall für den "Mass-Prediger".
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