"Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie" an St. Barbara bietet Hilfe
Falsche Scham verlängert Leiden

Chefarzt Dr. Detlef Schoenen. Bild: hfz (Hanke)
Vermischtes
Schwandorf
14.12.2015
33
0

Entzündungen oder Divertikel im Darm kommen ebenso wie Hämorrhoiden oder Analfisteln in jedem Alter und in den besten Familien vor. Wer sie hat, spricht nicht unbedingt gern darüber. Dennoch ist gut zu wissen, dass es auch dafür sehr kompetente Hilfe vor Ort gibt. Dr. Detlef Schoenen, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Krankenhaus St. Barbara, und sein Team wurden bereits 2009 als "Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie" zertifiziert.

Eine erneute Überprüfung der strengen Vorgaben im November hat bestätigt, dass die Patienten am Zentralversorger für den Landkreis Schwandorf Dickdarm-Chirurgie auf höchstem Niveau erwartet. Das teilte das Krankenhaus mit. Die Koloproktologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Dickdarms (Kolon) und des Enddarms (Proktologie). Seit 2009 darf sich die Hauptfachabteilung von Chefarzt Dr. Detlef Schoenen zu den wenigen Kompetenzzentren für chirurgische Koloproktologie in Bayern zählen. Von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie (CACP) sowie der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie (DGK) wurde dieser hohe medizinische Anspruch nun erneut von externen Prüfern bestätigt.

Ins Schwandorfer "Kompetenzzentrum für Koloproktologie" kommen unter anderem Patienten mit Erkrankungen des Dickdarms wie Passagestörungen (Obstipation), Divertikeln (Divertikulitis), komplizierten Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und vor allem bösartigen Darmtumoren (Darmkrebs).

Die operative Behandlung von Darmkrebs stellt dabei einen wichtigen Schwerpunkt dar. "Viele schämen sich, über Beschwerden im Bereich des Afters zu sprechen. Weil das Thema häufig verschwiegen wird, wissen die Betroffenen sehr wenig darüber und gehen oft erst nach einigen Selbstbehandlungs-Versuchen zum Arzt. Die Krankheitsursache wird deshalb oft nicht früh genug erkannt und der Leidensweg dadurch unnötig verlängert", warnt der Chefarzt. Deshalb möchte er mit seinem Kompetenzzentrum und in enger Zusammenarbeit mit der Hauptfachabteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Onkologische Gastroenterologie auch eine Anlaufstelle für Betroffene vor Ort schaffen. Termine können über das chirurgische Sekretariat (Telefon 09431/52-2001) vereinbart werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.