"Kos Solidarity"-Mitglieder beim Landrat
"Als Europäer geschämt"

Landrat Thomas Ebeling hieß die Flüchtlingsorganisation von "Kos Solidarity" und "Flying Help" im Landratsamt willkommen. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
07.05.2016
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Sechs Mitglieder der Hilfsorganisation "Kos Solidarity" waren in dieser Woche zu Gast, um sich über die Betreuung und Integration der Flüchtlinge im Landkreis Schwandorf zu informieren. Sie folgten damit einer Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Den Kontakt stellte Mike Goldhahn her. Der Vorsitzende der Hilfsorganisation "Flying-Help" war auf Kos, als die Flüchtlinge aus der Türkei die Insel überschwemmten. "Ich habe mich als Europäer geschämt", sagte Goldhahn beim Besuch im Landratsamt. Die Lage sei hochdramatisch gewesen: 1500 Leute in einer Hotelruine, ohne sanitäre Anlage. "Kos Solidarity", eine ehrenamtlich geführte Hilfsorganisation, habe sich rund um die Uhr um die Flüchtlinge gekümmert.

Als die "Ärzte ohne Grenzen" die Regie übernahmen, wurde es besser. Mittlerweile sind auf Kos Strukturen zur Betreuung der Menschen entstanden. "Den Flüchtlingen zu helfen, wäre Aufgabe der ganzen Welt", erklärte Goldhahn. Deutschland allein könne nicht die ganze Welt retten. Der politische Druck "von rechts" habe die etablierten Parteien jetzt einknicken lassen. Die Delegation aus Kos hat den Landkreis Cham besucht, die Kleiderkammer des Templer-Ordens besichtigt, mit der Kolpingsfamilie in Nittenau ein Gespräch geführt und Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen diskutiert. Heute fliegen die Griechen wieder zurück.
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