Kunstprojekt für junge Flüchtlinge
Inniger Wunsch nach Frieden

Lehrerin Beate Mischler, Jugendsozialarbeiterin Corinna Heindl und ein Schüler (von links) erläuterten die Bilder. Bild: rid
Vermischtes
Schwandorf
18.02.2016
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Kunst als Möglichkeit der Integration: 16 Jugendliche der "Flüchtlingsklasse" im "Haus des Guten Hirten" und acht Schüler des Berufsvorbereitungsjahres "Gartenbau und Landschaftspflege " arbeiteten zehn Wochen lang am Projekt " Be Fair - für ein harmonisches Miteinander"

"Wir wollten Grenzen überwinden", nennt Dr. Norbert Ballerstaller-Lim die Intention. Die Schüler stellten die Ergebnisse am Mittwoch in der Turnhalle vor.

Betonen, was verbindet


Der Lehrbeauftragte der Universität begleitete das Projekt mit Jugendlichen aus Eritrea, Afghanistan, Syrien, Nigeria, Albanien und Deutschland und gab ihnen die Themen vor: Freundschaft, Liebe, Friede, Freiheit, Chancengleichheit und Respekt vor anderen Religionen. So entstanden sechs Bilder, die die Jugendlichen bei der Vernissage erläuterten. "Ich wünsche mir, dass nie wieder Krieg ist", sagte ein Mädchen aus Eritrea und zeigte auf das Bild mit dem Titel "Freundschaft".

Ein Junge aus Afghanistan wünscht sich: "Alle Religionen sollen in Frieden nebeneinander leben". Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: "Wir wollen betonen, was uns verbindet, und nicht, was uns trennt". Hilfestellung leisteten die Lehrerinnen Beate Mischler und Rebecca Juraske sowie die Jugendsozialarbeiterin Corinna Heindl.

Aufeinander zugehen


Stellvertretender Landrat Jakob Scharf gratulierte zu diesem Projekt, "das nicht nur Probleme aufzeigt, sondern auch Lösungen anbietet". Er komme aus dem Bereich des Sports und habe selbst zwölf jugendliche Flüchtlinge unter seinen Fittichen, so der Funktionär der DJK Steinberg. Neben dem Sport sei auch die Kunst eine gute Möglichkeit der Integration. Die Lehrerin der Flüchtlingsklasse, Rebecca Juraske, ermunterte die Jugendlichen, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen und immer wieder aufeinander zuzugehen.

Als nächste Maßnahme plant sie eine gemeinsame Stadtrallye. Die Flüchtlingsklasse ist dem Beruflichen Schulzentrum zugeordnet und im Haus des Guten Hirten ausgelagert.
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