Landkreis Schwandorf die sicherste Region

Am Sicherheitsgespräch nahm die polizeiliche Führungsriege des Landkreises teil. Das Bild zeigt sitzend von links: Stefan Weinberger (Nabburg), Robert Feuerer (Oberviechtach), Armin Kott (Schwandorf) und Kriminaloberrat Gerhard Huf (KPI Amberg). Stehend von links: Franz Stockerl (Neunburg vorm Wald), Vizepräsident Michael Liegl, Markus Schmitt (Burglengenfeld/Nittenau), Landrat Thomas Ebeling, Präsident Gerold Mahlmeister und Friedrich Böhm (Autobahnpolizei Schwandorf). Bild: Hirsch
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Schwandorf
25.05.2016
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"Im Landkreis Schwandorf lässt sich gut und sicher leben": Dieses Fazit zog Polizeipräsident Gerold Mahlmeister bei einem Sicherheitsgespräch im Landratsamt.

Mit 5204 Straftaten (plus 1,8 Prozent) im Jahre 2015 liege die Zahl der Delikte "weiterhin auf sehr niedrigem Niveau". Die Aufklärungsquote betrug 70,5 Prozent (plus 3,2 Prozent). Die Häufigkeitszahl (Straftaten je 100 000 Einwohner) lässt einen Vergleich der Regionen zu. Sie lag im vergangenen Jahr im Landkreis Schwandorf bei 3624, in der Oberpfalz bei 4181, in Bayern bei 4687 und im Bund bei 7301. Landrat Thomas Ebeling brach die Zahlen herunter und stellte fest: "Wir leben in der sichersten Region des sichersten Bundeslandes".

Von den 5204 Straftaten hat die Polizei 3668 aufgeklärt und dabei 2780 Tatverdächtige ermittelt, davon 675 Frauen. Der Anteil der Ausländer betrug 24 Prozent. "Keine Rolle spielen in der Statistik die Flüchtlinge", betonte der Polizeipräsident. Wenngleich sie für die Beamten "doch ein Stück Mehrarbeit bedeuten". In den Aufnahmelagern komme es doch häufig zu Auseinandersetzungen untereinander.

Ein Augenmerk gilt weiterhin den Wohnungseinbrüchen. 2014 waren es 51, im vergangenen Jahr 52. Präsident Gerold Mahlmeister setzt auf Prävention und Nachbarschaftshilfe und appelliert an die Bevölkerung: "Bei verdächtigen Beobachtungen die 110 wählen". Mit einem Förderprogramm für Einbruchschutz-Maßnahmen unterstütze die Bundesregierung die Menschen bei der Nachrüstung von Fenstern und Türen .

Die Gewaltkriminalität hat sich um 20 Prozent auf 169 Fälle erhöht. Dagegen nimmt die Straßenkriminalität kontinuierlich ab und hat mit 762 Delikten den niedrigsten Wert seit zehn Jahren erreicht. Auch die Diebstahlkriminalität ist mit 1409 Fällen am tiefsten Stand seit 2006 angekommen. Sprunghaft angestiegen sind dagegen die Rauschgiftdelikte. Von 343 im Jahre 2014 auf 457.

Vizepräsident Michael Liegl erläuterte die Verkehrsstatistik. Die Zahl der Unfälle stieg um 401 auf 4734. Dabei wurden 850 Personen (minus 16) verletzt und 14 getötet (plus sechs). Die Polizei wird auf die hohe Zahl der Wildunfälle reagieren. "Wir werden uns Maßnahmen überlegen", so der Vizepräsident. Besonders drastisch ist die Situation im Raum Oberviechtach. Dort sind bei der Hälfte aller Unfälle Wildtiere beteiligt. Inspektionsleiter Robert Feuerer kündigte ein Gespräch mit den Pächtern und Jagdgenossen an mit dem Ziel, nach Lösungen zu suchen und "alle Beteiligten in die Pflicht zu nehmen".

Alkohol war in 49 Fällen die Ursache für Verkehrsunfälle mit 27 Verletzten und einem Toten. Überhöhte Geschwindigkeit spielte in 157 Fällen eine Rolle. Dabei wurden 122 Personen verletzt und zwei getötet. Positiv ist weiterhin die Entwicklung bei den Schulwegunfällen. Im vergangenen Jahr waren es vier. Seit zehn Jahren ist kein Kind mehr auf dem Weg zur Schule oder nach Hause zu Tode gekommen.
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