Landrat und Oberbürgermeister im Gespräch mit Karl Holmeier und dem Leiter des Staatlichen ...
Bei Straßenbauten soll angeschoben werden

Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier, Oberbürgermeister Andreas Feller und Landrat Thomas Ebeling tauschen sich mit Frank Viehmann vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und dessen Behördenleiter Henner Wasmuth (von links) über wichtige Bauvorhaben der Region aus. Bild: hfz
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Schwandorf
04.06.2016
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Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans liegt vor, und jetzt gilt es, Nachjustierungen vorzunehmen und Maßnahmen konkret anzupacken. Landrat Thomas Ebeling empfing dazu in seinem Amtszimmer im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Feller den Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier und den Leiter des Staatlichen Bauamtes, Leitenden Baudirektor Henner Wasmuth. Konkrete Schritte zeichnen sich beim Ausbau der B 85 bei Pittersberg und bei der Planung der B 16 bei Nittenau ab.

Um bei verschiedenen Maßnahmen anzuschieben, lud Landrat Thomas Ebeling maßgebliche Entscheidungsträger zu einem Fachgespräch über aktuelle verkehrspolitische Maßnahmen ein. Der Ausbau der B 85 von Pittersberg bis zur Anschlussstelle der A 6 in Amberg ist im Bundesverkehrswegeplan als weiterer Bedarf vorgesehen. Da aber bereits eine fertige Planung vorliegt, soll gegenüber dem Bundesverkehrsminister darauf hingewirkt werden, dass alsbald eine Baufreigabe für diese wichtige Maßnahme erfolgt.

"Wir brauchen weitere Verbesserungen bei der B 85", forderte der Landrat. Deshalb müsse die B 85 auch von Altenkreith bis Schwandorf und von Schwandorf bis Amberg in den vordringlichen Bedarf aufrücken und vierspurig ausgebaut werden.

Ausbau der B 16


MdB Holmeier erinnerte an frühere Zusagen, wonach neben der Anbindung der A 6 an die A 93 bei Wernberg auch der südliche Landkreis verstärkt an überörtliche Verkehrsachsen angebunden werden muss. "Das gilt auch für den Fortgang der B 85 in den Landkreis Cham", bekräftigte der Abgeordnete.

Die bei Wenzenbach im Landkreis Regensburg laufenden Planungen für den dreistreifigen Ausbau der B 16 sollen auch in den Landkreis Schwandorf ausgedehnt werden. Leitender Baudirektor Henner Wasmuth stellte die fünf Bauabschnitte vor, die für die rund sieben Kilometer lange Strecke von Nittenau bis Walderbach und von Nittenau bis zum Landkreis Regensburg angedacht sind. "Der entscheidende zeitliche Faktor wird der Grunderwerb sein", gab er zu bedenken.

Für neue Naabbrücken


"Was wir brauchen, ist die Aufnahme der Planungen auch im Landkreis Schwandorf", stellten der Abgeordnete und der Landrat fest, weshalb man entsprechend initiativ werden möchte. "Ich will nicht, dass irgendwann zwar Geld für den Bau zur Verfügung steht, wir aber nicht bauen können, weil die Planung nicht fertig und rechtskräftig ist", zeichnete MdB Holmeier ein Szenario, das er nicht vorfinden möchte.

Oberbürgermeister Andreas Feller brachte den Ersatzneubau der beiden Naabbrücken in Schwandorf ins Gespräch. "Die Genehmigung 2017 und der Baubeginn 2018 sind zwar ambitioniert, aber dennoch Ziele, die wir verfolgen sollten", forderte der OB. Ein Problem wird die Einrichtung einer Behelfsumfahrung sein, die aber lösbar scheint, antwortete der Leiter des Staatlichen Bauamtes. Im nördlichen Landkreis stehen Baumaßnahmen an der Kreuzung bei Teunz und bei Trausnitz-Atzenhof an.

Im Zuge der Ausbaumaßnahmen an der B 85 wäre auch zu prüfen, inwieweit zugleich der Radwegebau optimiert werden kann. Bei der Umgehungsstraße für das Städtedreieck haben bereits Gespräche mit der Obersten Baubehörde stattgefunden. "Auch hier bleiben wir am Ball", versicherte der Landrat.

Nicht aus den Augen verlieren wollen die Entscheidungsträger den Ausbau der Staatsstraße 2151 von Neunburg vorm Wald nach Schwarzenfeld. Und auch wenn das Thema dieses Gespräches vorrangig dem Straßenbau galt, wollte MdB Holmeier dennoch die Schiene nicht unerwähnt lassen.

Pflicht zu Lärmschutz


"Wir fordern eine klare Aussage des Bundesverkehrsministeriums, dass es sich beim Ausbau der Strecke von Regensburg nach Hof um eine wesentliche Änderung handelt, für die die Pflicht zu Lärmschutzmaßnahmen besteht", brachte er eine zentrale Forderung auf den Punkt.
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