Landschaftspflegeverband nimmt sich 40 Maßnahmen vor - Biotop-Erhalt am Wildstein gehört zu den ...
Damit sich auch Schlangen wohlfühlen können

Mitglieder der Rechtlergemeinschaft Wildstein pflegen das Naturdenkmal in ihrer Gemeinde und erhalten dafür Mittel aus der Landschaftspflege- und Naturparkförderung. Bild: Hirsch
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Schwandorf
13.05.2016
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Die Rechtlergemeinschaft Wildstein pflegt das Naturdenkmal in ihrer Gemeinde und erhält dafür Mittel aus der Landschaftspflege- und Naturparkförderung. Es handelt sich um felsige Hänge, auf denen saure und magere Flora wächst. "Mit der konsequenten Pflege konnten wir den Zustand weiter verbessern", betonte Silke Lohr bei der Versammlung des Landschaftspflegeverbandes im Landratsamt. Die Landschaftsarchitektin (FH) ist beim Landkreis mit zwölf Stunden beschäftigt, entwickelt das Pflegekonzept und koordiniert die Einsätze.

Der Landschaftspflegeverband gab im vergangenen Jahr 35 Einzelmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von 104 000 Euro in Auftrag. Für den Verband bleibt ein Eigenanteil von 14 000 Euro, den Rest übernimmt die Regierung der Oberpfalz.

Geschäftsführer Christian Meyer stellte das Pflegeprogramm 2016 vor. Es sieht 40 Maßnahmen mit einem Kostenaufwand von 127 000 Euro vor, von denen 20 000 Euro beim Verband bleiben. 35 Projekte laufen bereits, 5 kommen neu hinzu. Es handelt sich um Entbuschungs- und Mähmaßnahmen, die Umsetzung des FFH-Managementplanes und die Sanierung von Dämmen und Weiheranlagen. In der Liste steht erneut das Biotop um das Naturdenkmal Wildstein, das als Lebensraum der Kreuzotter erhalten werden soll.

Der Landschaftspflegeverband, dem 13 Kommunen, 10 Vereine und Verbände sowie 17 Privatpersonen angehören, arbeitet eng mit den landwirtschaftlichen Betrieben vor Ort zusammen und beauftragt sie mit den Pflegearbeiten.

Vorsitzender Landrat Thomas Ebeling stellte die größte Naturschutzmaßnahme der Oberpfalz, das Juradistl-Lamm-Projekt, in den Mittelpunkt. Er sprach vom "Naturschutz, der durch den Magen geht". Das gute Weidefutter garantiere Fleisch von bester Qualität und habe das Juradistl-Lamm längst zu einer Marke werden lassen. "Die Schlachtzahlen haben sich seit 2007 auf 1200 Lämmer pro Jahr stabilisiert", verdeutlichte Thomas Ebeling die große Nachfrage.

Inzwischen wurde die Marke "Juradistl" durch weitere, neue Produkte ergänzt. Zehn Gastronomiebetriebe der Region bieten mittlerweile auch Fleisch vom Juradistl-Weiderind an. Seit 2013 ist ferner die Juradistl-Apfelschorle auf dem Markt. Eine Regensburger Kelterei veredelt dafür die Äpfel der eigens neu angelegten Streuobstwiesen.
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