"Liefergemeinschaft für Bioenergie" zieht Bilanz
"Liefergemeinschaft für Bioenergie" klagt über schwache Ernte

Vorsitzender Thomas Kopf (links) bedankte sich bei seinem Vorgänger Georg Dirmeier (rechts) für eine achtjährige Führungstätigkeit mit einem Geschenk. Bild: rid
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Schwandorf
06.02.2016
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Nach acht Jahren stellte sich Georg Dirmeier als Vorsitzender der "Liefergemeinschaft für Bioenergie" nicht mehr zur Wahl, fand im Januar 2015 aber keinen Nachfolger. Drei Monate später ließ sich der bisherige Kassier Thomas Kopf an die Spitze wählen.

Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch im Gasthaus Koller in Bubach bedankte er sich bei seinem Vorgänger mit einem Geschenk. "Stark angefangen, aber ebenso stark nachgelassen". So beschreibt Thomas Kopf rückblickend die Ernte im vergangenen Jahr. 120 Mitglieder der Erzeugergemeinschaft lieferten 6300 Tonnen Gras aus dem ersten Schnitt und 8500 Tonnen Ganzpflanzensilage (GPS) an die Anlagen der "Bioerdgas GmbH" und der "REGAS GmbH" auf dem ehemaligen Bayernwerksgelände. "Das waren gute Erträge", so der Vorsitzende.

Dann aber kam die große Hitze. "Der zweite Grasschnitt fiel aus, und der dritte lief unter der Kategorie Landschaftspflege." Noch schlimmer war es beim Mais. Die gesamte Ernte lag 2015 bei nur 15 000 Tonnen. Im Jahr zuvor hatten die Landwirte noch die dreifache Menge geliefert. Es war das schlechteste Jahr seit der Gründung der Liefergemeinschaft im Jahr 2007. "Wir haben sogar den Minusrekord vom Hochwasserjahr 2013 unterboten", stellte der Vorsitzende fest. Die Sperrung der Naabbrücken zwingt der Lieferanten aus westlicher Richtung zu Ausweichrouten. Die Stadt lehnte den Antrag auf Befreiung der Brücken für den landwirtschaftlichen Verkehr ab, so die Information von Thomas Kopf. Jetzt komme Plan B zum Tragen. Die Landwirte und Lohnunternehmen dürfen mit Genehmigung der Stadt den Schotterweg entlang der Naab bis Ettmannsdorf nutzen und fahren von dort aus weiter nach Dachelhofen.

Mehr Transparenz


Die Liefergemeinschaft wünscht sich mehr Transparenz beim Abrechnungssystem. "Wir wollen schneller erfahren, welche Mengen wir abgeliefert haben", so Kopf. Die Abnehmer signalisierten bereits ihre Bereitschaft für Verhandlungen. Kopf ist 39 Jahre alt und betreibt im Schwandorfer Ortsteil Irlaching einen Betrieb im Nebenerwerb. Dem Vorstand gehören ferner zweiter Vorsitzender Christian Dirscherl, Schriftführer Hans Kiener, Kassier Johannes Zilch sowie die Beisitzer Christian Stangl und Georg Dirmeier an . Aus dem Vorstandsgremium ausgeschieden sind Gründungsvorsitzender Josef Brunner, die Gründungsmitglieder Bernhard Huber und Klaus Fritsch sowie Beisitzer Anton Obendorfer.
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