Medaillen für Verdienste um den Landkreis

Gruppenbild nach der Verleihung der Landkreis-Verdienstmedaillen: (hinten von links) Otto Zeitler, Wilfried Neuber, Michael Kaplitz, Georg Pfannenstein, Kurt Fink, Josef Fischer, Volker Liedtke, Michael Koller, Helmut Hey, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Landrat Thomas Ebeling sowie (vorne von links) Hans-Werner Habel, Inge Frank, Roswitha Gebhart, Sieglinde Babl, Margot Weber, Christine Sommer, Wolfgang Nowak und Klaus Pöhler. Bild: Götz
Vermischtes
Schwandorf
08.07.2016
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Der Landkreis hat 17 neue Verdienstmedaillen-Träger. Die Ehrung ging am Freitag schwerpunktmäßig an Politiker im Ruhestand.

Landrat Thomas Ebeling ging bei der Auszeichnung in alphabetischer Reihenfolge vor. Hier Auszüge aus seinen Laudationes:

Sieglinde Babl (Burglengenfeld)

Von 1996 bis 2002 war sie Stadträtin. In der SPD wird sie ehrenvoll als "der älteste Juso im Ortsverein" bezeichnet. Bei der Wasserwacht trug sie als Ortsgruppenvorsitzende von 1973 bis 1985 besondere Verantwortung. Auch in der Kreiswasserwacht und als Frauenbeauftragte und damit Mitglied der Bezirksleitung des Wasserwachtsbezirks Niederbayern/Oberpfalz war sie jahrzehntelang im Dienste der Wasserrettung aktiv. Beim Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein war sie von 1997 bis vor kurzem als Vorsitzende tätig.

Kurt Fink (Teublitz)

Von 1996 bis 2008 war er Bürgermeister, davor und danach auch Mitglied des Stadtrats. Insgesamt gehörte er von 1984 bis zum Dezember 2010, also mehr als 26 Jahre lang, dem Gremium an. Mit vielen Maßnahmen hat er attraktive Lebensbedingungen in seiner Heimatstadt geschaffen. Von 2002 bis 2008 brachte er seine reiche kommunalpolitische Erfahrung auch im Kreistag und verschiedenen Ausschüssen ein. Beim CSU-Ortsverband war er Vorsitzender. Große Verdienste erwarb er sich auch bei der Feuerwehr, bei der er seit 2004 Ehrenmitglied ist. Besonders liegt ihm das Krankenhaus Burglengenfeld am Herzen, wo er sich als stellvertretender Vorsitzender im Förderverein engagiert.

Josef Fischer (Nabburg)

1972 wurde er zum Vorsitzenden des Kreisjugendrings im neu gebildeten Landkreis Schwandorf gewählt. Die Aufbauarbeit bis 1978 trägt seine Handschrift. Seit 1972 bis heute gehört er dem Stadtrat an. Von August 1995 bis April 2008 war er 13 Jahre lang Bürgermeister und Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg. Eng mit seiner Amtszeit als Bürgermeister verbunden sind die Altstadtsanierung samt Sanierung des Stadtmuseums Zehentstadel, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Nabburg, die Ansiedlung namhafter Firmen und die Erkundung eines neuen Trinkwassergebietes. Als ehemaliger Lehrer an der Schwandorfer Berufsschule bringt er im Kreistag seine beruflichen Erfahrungen in die Weitergestaltung der Schullandschaft im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur ein. Seit Oktober 2015 steht er an der Spitze des TV 1880 Nabburg.

Inge Frank (Burglengenfeld)

Sie wurde 1990 in den Stadtrat von Burglengenfeld und sogleich zur Dritten Bürgermeisterin gewählt. Von 1996 bis 2008 war sie Zweite Bürgermeisterin. Ebenso 18 Jahre lang gehörte sie auch dem Kreistag an. Sie war Gründungsmitglied des 1988 gegründeten Vereins "Frauen helfen Frauen". Ein Jahr später wurde das Notruftelefon etabliert und das Frauenhaus im Landkreis auf den Weg gebracht. Von 1992 bis 1996 war sie Vorsitzende des ASV Burglengenfeld. In der SPD ist sie seit 1989 engagiert.

Roswitha Gebhart (Burglengenfeld)

Sie gehörte drei Wahlperioden von 1996 bis 2014 dem Kreistag an. Darüber hinaus war sie von 1999 bis 2008 Stadträtin. Eine aktive Frauenpolitik lag ihr besonders am Herzen. Von 1992 bis 2007 war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Burglengenfeld. Ebenso engagierte sie sich im SPD-Kreisverband Schwandorf und im SPD-Unterbezirk Schwandorf/Cham, wo sie das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet. Für die Gründung eines Frauenhauses im Landkreis Schwandorf leistete sie Aufbauarbeit und Unterstützung.

Hans-Werner Habel (Neunburg)

Er gilt als "Mister Ehrenamt". Er ist Mitspieler beim Hussiten-Festspiel, örtlicher Spielleiter und zweiter Vorsitzender des Festspielvereins. Er leitet den 1. FC Neunburg vorm Wald und dazu auch die Abteilung Handball. Engagiert ist er auch im Wanderverein. Besonders zu erwähnen ist sein überregionales Engagement für die Belange der Soldaten und Krieger. Beim Soldaten- und Kriegerverein bekleidet er mit den Ämtern des Schriftführers und Kassiers gleich zwei Vorstandsämter, und im Kreisverband Neunburg des Bayerischen Soldatenbundes ist er als Kreisvorsitzender tätig. Als Sammlungsleiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge übernimmt er besondere Verantwortung.

Helmut Hey (Schwandorf)

Von 2002 bis 2014 hat er an vorderster Stelle die Geschicke der Großen Kreisstadt geleitet. In dieser Zeit hat er die Stadt zukunftsorientiert ausgerichtet und wirtschaftlich gestärkt. Insgesamt trug er 36 Jahre in der Kommunalpolitik Verantwortung. Dem Kreistag gehörte er 30 Jahre an. In allen Gremien und Funktionen hat er sich kompetent und tatkräftig den kommunalpolitischen Herausforderungen gestellt. Er hat vielfältige Initiativen ergriffen und richtungsweisende Projekte angestoßen.

Michael Kaplitz (Schwandorf)

36 Jahre lang hat er dem Stadtrat der Großen Kreisstadt Schwandorf und 24 Jahre lang dem Kreistag angehört. Dabei gehörte er stets zu denjenigen, die den Mut gehabt haben, das zu sagen und zu tun, was sie denken, ohne dabei dem Zeitgeist nachzulaufen. Im Stadtrat Schwandorf übernahm er als Fraktionsvorsitzender besondere Verantwortung, ebenso wie als Zweiter Bürgermeister für die Große Kreisstadt. Vor nahezu 50 Jahren begann er 1967 als Ortsvorsitzender der Jungen Union. Fünf Jahre später war er dann bereits Ortschef der CSU. Für zehn Jahre war er auch stellvertretender Kreisvorsitzender.

Michael Koller (Stadlern)

Als Hauptgesellschafter und Berater des Managements der Münchener Medizin Mechanik (MMM) GmbH sowie in einer breitgefächerten ehrenamtlichen Tätigkeit hat er sich entscheidend und maßgeblich für die Entwicklung seiner Heimatgemeinde und des Landkreises eingesetzt. Seit über 50 Jahren werden am Standort Stadlern durch das familiengeführte Unternehmen wertvolle Arbeitsplätze erhalten und geschaffen. Im Zweigverein Stadlern des Oberpfälzer Waldvereins ist er als Vorsitzender tätig.

Volker Liedtke (Regensburg)

In den 18 Jahren seiner Amtszeit als Landrat, von 1996 bis 2014, hat er vielfältige Initiativen auf den Weg gebracht und damit die positive Entwicklung des Landkreises Schwandorf maßgeblich mit beeinflusst. Die Leistungen in den Bereichen Bildung, Tourismus, Freizeitwert und Arbeitsmarkt sprechen für sich. Als Landrat hat er keine Politik "von oben" gemacht, sondern er blieb stets ein Landrat "zum Anfassen". Er hat sich auf allen drei kommunalen Ebenen - als Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister seiner langjährigen Heimatstadt Burglengenfeld, als Landrat und als noch amtierender Bezirksrat - über Jahrzehnte hinweg vorbildlich in den Dienst der kommunalen Selbstverwaltung gestellt. Die Ämter des Kreisvorsitzenden der Gartenbauvereine und als Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes übt er bis heute sehr engagiert aus.

Wilfried Neuber (Oberviechtach)

Er hat als Erster und Zweiter Bürgermeister und als Stadtrat 36 Jahre lang die Entwicklung der Stadt Oberviechtach engagiert begleitet und positiv geprägt. Während seiner Amtszeit als Rathaus-Chef von 1989 bis 2008 war ihm die Verbesserung der infrastrukturellen Einrichtungen besonders wichtig. Der Neubau des Rathauses, die Neugestaltung des Marktplatzes, die Sanierung der Marktmühle und die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule bleiben mit seinem Wirken verbunden. Er war Gründungsmitglied der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis, Fraktionsvorsitzender der FWG im Kreistag von 1996 bis 2014 und zeitweise auch stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse. Ferner leistet er seit 38 Jahren als Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt im Ortsverein Oberviechtach wertvolle Arbeit. Seit 1993 ist er Vorsitzender des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine im Altlandkreis Oberviechtach". Gleich nach der "Wende" unterstützte er die Erzgebirgsgemeinde Raschau beim Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung. Seit 2008 führt er den Museumsverein und ist dort auch ehrenamtlicher Museumsführer.

Wolfgang Nowak (Schwandorf)

Er engagiert sich seit Bestehen der Bürgerinitiative gegen die WAA in verschiedenen Positionen maßgeblich. Seit dem Ende der WAA organisiert er die Andachten am Franziskusmarterl in Altenschwand mit. Er führte auch das Archiv der BI, das inzwischen an das Staatsarchiv Amberg übergeben wurde. Seit der Gründung ist er Kassier im Landschaftspflegeverband des Landkreises. Desgleichen ist er beim Kreisverband des Landesbundes für Vogelschutz Kassier. In der Vorstandschaft der KAB arbeitet er seit vielen Jahren mit. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass Schwandorf die Anerkennung als "Fair Trade"-Stadt erhielt.

Georg Pfannenstein (Pfreimd)

Seine politische Laufbahn begann 1977 als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Pfreimd, bei dem er 1989 auch den Vorsitz übernahm. 1990 wurde er zum Kreisvorsitzenden der SPD im Landkreis Schwandorf und 1998 zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der SPD Oberpfalz gewählt. Bei der Kommunalwahl 1990 wurde er in den Stadtrat von Pfreimd und in den Kreistag gewählt. Dem Stadtrat gehörte er drei Perioden bis 2008 und dem Kreistag eine weitere Periode, also 24 Jahre lang bis 2014 an. Von 1994 bis 2002 vertrat er die Interessen der Region als Abgeordneter des Bundestages. Beispielhaft dürfen seine erfolgreichen Bemühungen um den Erhalt des Bundeswehrstandortes in seiner Heimatstadt Pfreimd erwähnt werden. 24 Jahre lang war er Betriebsratsvorsitzender oder Stellvertreter bei der BHS in Weiherhammer. Sein vielfältiges Engagement galt weiterhin der Arbeiterwohlfahrt und den Stadtschützen.

Klaus Pöhler (Neunburg)

Er ist ein Mann der ersten Stunde der Umwelt- und Naturschutzbewegung. Seit nunmehr drei Jahrzehnten kämpft er für den Schutz der Umwelt und des Lebens. Er war ein entschiedener Gegner der WAA, sah darin eine gefährliche Technologie und setzte sich mit an die Spitze des Widerstands. Insofern nimmt er die Ehrung auch im Namen des Widerstands gegen die WAA und der Gründergeneration der Grünen im Landkreis entgegen. Während ihm Straßenbaumaßnahmen oft ein Dorn im Auge waren, hat er sich leidenschaftlich für den Ausbau der Windkraft im Landkreis engagiert.

Christine Sommer (Sulzbach-Rosenberg)

Sie war die Gründungsvorsitzende der Frauenunion in der Stadt Schwandorf, wo sie 1993 zur Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Zehn Jahre lang - von 1983 bis 1993 - war sie auch auf Kreisebene die Vorsitzende der Frauenunion. In dieser Zeit wurden zehn neue FU-Ortsverbände gegründet. Als Stadträtin der Großen Kreisstadt Schwandorf, die sie 15 Jahre lang war, als Beauftragte für das Elisabethenheim und auch in ihrer sechsjährigen Tätigkeit als Kreisrätin hat sie sich für die Unterstützung und Chancengleichheit der Frauen und Familien besonders eingesetzt. Als Gründungsmitglied des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) legte sie einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Hilfe und Unterstützung von Familien und Frauen.

Margot Weber (Neunburg)

Von 1984 bis 1996 und wiederum seit 2002 gehört sie dem Stadtrat an. Von 1984 bis 2014 war sie Mitglied des Kreistags und wirkte dort auch tatkräftig in mehreren Ausschüssen mit. Von 2002 bis 2011 fungierte sie als Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag. Mit großem Engagement ist sie auch im Seniorenbeirat der Stadt tätig. Sie ist Mitglied in mehreren örtlichen Vereinen und bietet für ausländische Arbeitskräfte Sprachkurse an.

Otto Zeitler (Nabburg)

Als Gemeinderat in Diendorf hat er 1972 klein angefangen. Geehrt wurde nun der Staatssekretär a.D., der 35 Jahre lang als Stimmkreisabgeordneter dem Landtag angehörte. Er hat als Stimmkreisabgeordneter und Staatssekretär im Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen sowie als Stadtrat in Nabburg und Kreisrat die positive Entwicklung des Landkreises sowie der gesamten Oberpfalz mitbestimmt und gestaltet. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die Ansiedlung wichtiger Industrieunternehmen in Wackersdorf nach dem "Aus" der WAA. Sein besonderes Augenmerk galt der Ertüchtigung der Infrastruktur auf Straße und Schiene sowie dem Einsatz für Behördenstandorte im ländlichen Raum. Erfolgreich hat er sich für die Ansiedlung der Bereitschaftspolizei in Nabburg eingesetzt. Die Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung im gesamten Landkreis ist ihm ein wichtiges Anliegen.
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