Mediziner und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen zu Gast bei Schul-Projekttag
Einfach mal Pause im Hirn

Der Geschäftsführer der Firma Horsch, Horst Keller (rechts) , überreichte Dr. Eckart von Hirschhausen (links) einen Scheck über 4500 Euro für die Stiftung "Humor hilft Heilen". Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
07.04.2016
94
0

"Dann hör doch auf zu denken", sagt Dr. Eckart von Hirschhausen zu der jungen Dame, die auf der Bühne der Oberpfalzhalle vor ihm sitzt und meint: "Mit dem Rauchen aufzuhören, ist Kopfsache". Spontan ruft der Mediziner und Kabarettist die "Rauchfrei-Initiative Schwandorf" ins Leben und lädt alle, die sich auf Anhieb dazu melden, zu seinem Bühnenauftritt am Abend in Regensburg ein.

Der Moderator der Fernsehsendung "Frag doch mal die Maus" nahm am Mittwoch am Projekttag "Gesunde Schule - Fit fürs Leben" teil und warb für seine Stiftung "Humor hilft Heilen". Der Geschäftsführer der Firma Horsch, Horst Keller, überreichte ihm einen Scheck über 4500 Euro. Die Direktorin der AOK Amberg, Christa Siegler, und die Organisatoren des Gesundheitstages, Christina Steinbauer und Stefan Potschaski, legten jeweils noch 500 Euro drauf. Die rote Pappnase ist zum Markenzeichen des Kabarettisten geworden. Diese verteilte er an die 500 Teilnehmer in der Oberpfalzhalle und ließ ihnen wissen, was der Mensch zum Glücklichsein wirklich braucht: ein entspanntes Verhältnis zu seinem Körper und zu seinem Geist - und Freunde. Ein guter Freund sei einer, "der dich mag, obwohl er dich kennt". Authentisch sollte man sich geben und nicht nach dem Motto verfahren: "Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu". In spontanen Stegreifspielen legten die Zuhörer ihre Hemmungen ab und spielten sich gegenseitig verbal die Bälle zu.

Stichwort "Gelassenheit": Sie fehle jenem Zeitgenossen, "der sich mit dem Geld, das er nicht hat, etwas kauft, um den Menschen zu beeindrucken, den er nicht mag". Er selbst sei aus dem Krankenhaus rausgegangen, so der Mediziner, weil er die Hierarchie nicht ertragen habe. Für ihn sei "soziales Kapital wichtiger als materielles", so Dr. Hirschhausen. Er erklärt den Unterschied zwischen einem Mann mit sieben Kindern und einem mit sieben Millionen: "Letzterer will noch mehr".

Den Eltern und Lehrern empfiehlt der Autor zahlreicher Bücher, in der Pädagogik den "Zeigefinger" richtig einzusetzen. Verbote bewirkten meist das Gegenteil. "Das hat schon im Paradies nicht funktioniert". Der Mediziner rät zu einem Trick: "Wer seinen Kindern davon abrät, Gemüse zu essen, weckt in ihnen die Neugierde".

Am Projekttag beteiligten sich 500 Jugendliche der Berufsschule sowie der Mittelschulen Kreuzberg und Dachelhofen. In den Workshops ging es um Stressbewältigung, gesunde Ernährung, Selbstverteidigung, Koordination, Erste Hilfe und "Fit durch Yoga". Im Forum stellten die Auszubildenden Olesja Dummler und Jenny Huf das "Horsch-Fitnessprogramm im Arbeitsalltag" vor. Professor Dr. Michael Pfeifer, Chefarzt der Klinik Donaustauf, sprach über die Gefahren von Rauchen, E-Zigaretten, E-Shishas und Legal Highs.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.