Nach 27 Dienstjahren: BRK verabschiedet seinen Geschäftsführer Alfred Braun
Das Gesicht des Roten Kreuzes im Landkreis

BRK-Direktor Alfred Braun (Zweiter von links, hier mit Ehefrau Monika) geht nach 27 Jahren in den Ruhestand. Den Kreisgeschäftsführer verabschiedeten (von links) Altlandrat und BRK-Kreisvorsitzender Volker Liedtke, BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, Brauns Nachfolger Otto-Josef Langenhan und Landrat Thomas Ebeling. Bild: Götz
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Schwandorf
23.09.2016
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Wackersdorf/Schwandorf. "Er war der ideale Geschäftsführer", sagte sein einstiger Chef über ihn. BRK-Kreisvorsitzender Volker Liedtke lobte den Einsatz und das Engagement, mit dem Alfred Braun 27 Jahre lang für den Kreisverband Schwandorf des Bayerischen Roten Kreuzes zu Werke ging. Mit dem Monat September endet eine Ära: Den BRK-Direktor verabschiedeten am Freitag Rot-Kreuz-Familie, Funktionäre und Politiker in den Ruhestand.

Bei herrlichem Herbstwetter und vor der Kulisse des Murner Sees trafen sich über 100 geladene Gäste im "Seerano". "Wir haben die Location gut gewählt, hier fühlt sich alles nach Freizeit und Erholung an", leitete Altlandrat Volker Liedtke die Feier ein, zu der auch der BRK-Ehrenvorsitzende und Altlandrat Hans Schuierer gekommen war, der Braun vor 27 Jahren eingestellt hatte. Liedtke blickte gerne zurück auf fast 20 Jahre "perfekte Zusammenarbeit": "Du warst in deinen 27 Amtsjahren das Gesicht dieses BRK-Kreisverbandes Schwandorf", betonte er, an Braun gewandt.

"Ich habe ihn kennengelernt als Mann, der vor großen Aufgaben nicht zurückschreckt", wusste auch Landrat Thomas Ebeling den ausscheidenden BRK-Kreisgeschäftsführer zu würdigen. Da dachte er zum Beispiel an die Übernahme des einstigen Nabburger Krankenhauses. Alfred Braun habe da gewusst und gezeigt, was er will, und dabei Durchsetzungsvermögen bewiesen.

"Sie waren ein ganz besonderer Fall", lobte der als Laudator gekommene BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk den mittlerweile 63-Jährigen. Alfred Braun habe das Rote Kreuz zu einer hervorragend positionierten Hilfsorganisation und einem starken Wohlfahrtsverband in der Region gemacht. Stärk ließ Zahlen sprechen: Im Landkreis zählt das BRK sechs Rettungswachen, zehn Kindertagesstätten, drei Sozialstationen, drei Seniorenheime, 475 hauptamtliche Mitarbeiter und fast 6000 Ehrenamtliche.

Lebenswerk für Menschen


Am 1. September 1989 fing Alfred Braun, der damals schon neun Jahre in der Schwandorfer Wasserwacht aktiv war, als Kreisgeschäftsführer an. Kurze Zeit später, nach dem Fall der Mauer am 9. November, kamen die ersten Übersiedler aus der DDR im Landkreis an. Braun nahm die Herausforderung an und half federführend mit, deren Aufnahme zu organisieren. Genauso ging er in den folgenden Jahren keiner Aufgabe aus dem Weg. Neu- und Umbauten in Neunburg, Nittenau, Maxhütte-Haidhof, Schwarzenfeld und Nabburg trugen seine Handschrift. Mit der Umwandlung der Nabburger Asklepios-Klinik zu einem Gesundheitszentrum sei ihm schließlich ein Meisterstück gelungen. In Nabburg betätigte sich Braun zusätzlich beinahe die ganze Amtszeit über als Leiter des Alten- und Pflegeheimes. "Am 30. September endet ein Lebenswerk im Dienst am Menschen", unterstrich der Redner aus München.

Als Sprecher der Rot-Kreuz-Gemeinschaften dankte Dieter Güll dafür, dass Alfred Braun die Ehrenamtlichkeit immer in den Fokus gestellt hat. Ihm sei ein Miteinander aller BRK-Gruppen im Landkreis wichtig gewesen. Sie überreichten ein gemeinsames Geschenk. Präsente hatte auch Otto-Josef Langenhan parat, der nach 25 Jahren als Stellvertreter Brauns nun den Stab der Geschäftsführung aufnimmt und weiterträgt. In Anspielung an sein Hobby schenkte er Braun ein Lanz-Bulldog-Modell und einen Büroschlüssel als Zeichen dafür, dass seine Unterstützung auch in Zukunft gerne gesehen ist.

"Ich bin überwältigt vom Lob", freute sich Alfred Braun am Ende der Verabschiedung. Für deren musikalische Gestaltung sorgte die Heidi-Davis-Band aus dem Städtedreieck mit sanften Rock-Klassikern. Den Schlusspunkt setzte eine ungewöhnliche Ehrung (Bericht folgt).
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