Neue Rettungswache Mitte des Jahres bezugsfertig
Den Standort gut gewählt

Wachleiter Sebastian Horny ist für die Dienstpläne der Einsatzkräfte zuständig und fährt auch im Fahrzeug mit.
Vermischtes
Schwandorf
08.02.2016
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Spatenstich: Auf dem Gelände neben der Gärtnerei Kauzner entsteht eine neue Rettungswache. Schon Mitte des Jahres werden die Sanitäter mit ihrem Fahrzeug nach Freihöls (Stadt Schwandorf) übersiedeln. Seit 1. Oktober 2015 hatte es der Regionalverband Ostbayern der Johanniter-Unfall-Hilfe in Schwarzenfeld stationiert.

Mit dem zusätzlichen Rettungswagen schließt der "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF) die Lücke für den Bereich "Schwandorf Nord". Gemäß dem Bayrischen Rettungsdienstgesetz musste im Landkreis von sechs auf sieben Wachen aufgestockt werden. Das hatte ein Gutachten ergeben, das die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung untersucht hatte.

215 000 Euro


Der Rettungsdienst im Landkreis ist eigentlich eine Domäne des Bayerischen Roten Kreuzes. Nun hat mit den Johannitern erstmals auch ein anderer Verband den Zuschlag für einen Rettungswagen-Standort erhalten. 215 000 Euro kostet der Neubau auf dem 650 Quadratmeter großen Grundstück neben den Gewächshäusern der Gärtnerei Kauzner. "Der Standort ist ideal", beschreibt Wachleiter Sebastian Horny die strategisch günstige Lage. Er schreibt die Dienstpläne und teilt die vier haupt- und zahlreichen nebenamtlichen Kräfte ein. Die Kosten für die Rettungswache und das neue Fahrzeug "schießt" der Regionalverband Ostbayern vor und refinanziert sie durch die Einnahmen aus den gefahrenen Einsätzen.

Die Rettungswache ist täglich von 9 und 21 Uhr besetzt. Die Alarmierung erfolgt über die "Integrierte Leitstelle" in Amberg, an der sich der Landkreis Schwandorf mit einer Umlage von jährlich 700 000 Euro beteiligt. Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter Ostbayern, Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller zeigten sich beim Spatenstich froh darüber, "dass die Lücke im Rettungsdienst geschlossen werden konnte". Der Rettungsdienst Bayern hatte für den nördlichen Bereich der Stadt Schwandorf Bedarf angemeldet. Die Notrufe gehen in der "Integrierten Leitstelle" in Amberg ein, die tagsüber mit fünf und nachts mit drei Disponenten besetzt ist. "Einfach 112 wählen", rät Wachleiter Sebastian Horny. Die Leitstelle informiert daraufhin die Besatzung des am nächst gelegenen Rettungswagens. Rund 60 000 Einsätze fielen im vergangenen Jahr im Rettungsdienst und Krankentransport im Verbandsgebiet (Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach sowie die Stadt Amberg) an. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen.
Der Standort ist ideal.Wachleiter Sebastian Horny
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