Oberbürgermeister Andreas Feller stellt sich den Fragen der Bürger
Verkehr aus Innenstadt verbannen

Die Bürger suchten am Donnerstag das Gespräch mit der Polizei und der Stadtverwaltung und machten Vorschläge zur Problemlösung "Innenstadtverkehr". Bild: Hirsch
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Schwandorf
15.04.2016
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Gewerbetreibende klagen über Umsatzeinbrüche, Anwohner über Verkehrsstau und Kunden über eingeschränkte Zufahrt. OB Andreas Feller wollte den Beschwerden auf den Grund gehen und stellte sich am Donnerstag auf dem unteren Marktplatz dem Bürger.

Der "Verkehrsversuch Innenstadt" läuft seit 29. März und hat das Ziel, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt zu verbannen, nicht aber die Leute, die dort einkaufen oder zum Arzt gehen wollen. Sie haben die Möglichkeit, den Marktplatz über die Pesserl- und die Bahnhofstraße oder die Fronberger- und Nürnberger Straße zu erreichen. Immer mehr Autofahrer nutzen aber die Abkürzung über die Postgartenstraße. Dort staue sich der Verkehr bis hinein in die Bahnhofstraße. Dort besteht nur eingeschränktes Halteverbot. "Wir brauchen dort ein absolutes Halteverbot", so ein Bürger im Gespräch mit den Stadtvertretern und der Polizei.

Buchhändlerin Ingrid Neger hat ihren Laden in der Bahnhofstraße und sagt: "Noch hält sich der Umsatzrückgang in Grenzen." Sie rechnet aber langfristig mit "einem Minus von 30 Prozent". Ähnlich äußern sich andere Geschäftsinhaber. Denn, so Ingrid Neger: "Die Leute glauben, sie dürfen nicht mehr in die Innenstadt hineinfahren."

Wünsche und Vorschläge


Diesem Irrglauben will die Stadt begegnen und ruft die Bürger zur Mitarbeit auf. In einem Fragebogen sollen sie ihre Bedenken, Wünsche, Anliegen und Vorschläge äußern. Sie fließen in die Stellungnahmen ein, die der Verkehrsausschuss in der Sitzung am 10. Mai zur Kenntnis nehmen wird. Die Stadträte erfahren dann auch erste Zahlen zur Verkehrszählung, die in der 17. Kalenderwoche erfolgt.

Trotz der Hinweisschilder wählen immer noch Autofahrer den "direkten Weg" über die Friedrich-Ebert-Straße zum Marktplatz. 106 Verkehrsteilnehmer hat die Polizei bisher mit einem Bußgeld von 20 Euro verwarnt. "Dafür mussten wir aber 92 Einsatzstunden aufbringen", betonte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Schwandorf, Walter Bruckner. Für seine Leute eine zusätzliche Belastung, die nur vorübergehend zu leisten sei. Der "Verkehrsversuch Innenstadt" dauert noch bis 13. Mai. Dann muss der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden.
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