Otto-Josef Langenhan wird BRK-Geschäftsführer
Nachfolge aus eigenen Reihen

Otto-Josef Langenhan (von links) wird neuer Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes. Er tritt den Posten zum 1. August an. BRK-Kreisvorsitzender Altlandrat Volker Liedtke und BRK-Direktor Alfred Braun lobten die hohe Kompetenz des 55-jährigen Ettmannsdorfers, der bislang Stellvertreter Brauns war. Bild: Hösamer
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Schwandorf
15.07.2016
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Er war Erste-Hilfe-Ausbilder, Truppführer, bei Hilfskonvois dabei: Otto-Josef Langenhan hatte die vergangenen Jahre nicht nur die Finanzen des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes im Griff. Ab August wird er Geschäftsführer - und hatte sich da gegen starke Konkurrenz durchzusetzen.

Es sind große Fußstapfen, in die Langenhan tritt: Er folgt auf Direktor Alfred Braun, der nach 27 Jahren im Amt Ende September in den Ruhestand tritt. Kreisvorsitzender Altlandrat Volker Liedtke machte am Donnerstag bei einem Pressegespräch in der Verwaltung des Kreisverbands in die Personalentscheidung öffentlich, die der BRK-Vorstand nach einer Empfehlung des Hauptausschusses getroffen hatte.

Langenhan (55) ist aktuell noch Stellvertreter Brauns und Leiter der Finanzbuchhaltung. Er hat Kaufmann gelernt, wechselte zum BRK, bildete sich zum Betriebswirt (VWA) fort. Er wohnt mit seiner Familie in Ettmannsdorf. Für Alfred Braun ist Langenhan die Wunschbesetzung. Gleichwohl, darauf verwies Liedtke, war es keineswegs klar, dass der Stellvertreter neuer Geschäftsführer würde. Auf eine Ausschreibung hin kamen 50 Bewerbungen. Langenhan setzte sich gegen sieben Bewerber durch, die in die engere Wahl gekommen waren. "Er hat das Gremium durch seine Erfahrung und sein Wissen überzeugt", sagte Liedtke, die Konkurrenz sei stark gewesen.

Langenhan, der ab August zwei Monate zusammen mit Braun den KV führen wird, stehen große Projekte bevor. In Burglengenfeld wird ein Ersatz-Neubau für das Altenheim errichtet, in Nabburg das ehemalige Krankenhaus zum Gesundheits- und Betreuungszentrum umgestaltet. Millionenprojekte, die es nicht nur finanziell zu schultern gilt. Langenhan will ein waches Auge auf die Belastung der Mitarbeiter haben. Im Pflege- und Rettungsdienstbereich seien psychische Belange zu beachten. Im Schulterschluss mit den Kassen sollen hier Hilfen intensiviert werden.

Das BRK engagiert sich auch immer stärker in der Kinderbetreuung. Daneben sieht Langenhan auch auf den Rettungsdienst mehr Aufgaben zukommen. Ereignisse wie zuletzt die Flut in Simbach oder auch der Tornado in Maxhütte-Haidhof werden seiner Meinung nach die Kräfte künftig häufiger fordern. Das klappe nur mit ehrenamtlichen Kräften, die gut ausgebildet und ausgerüstet sind. Im Landkreis kann das BRK auf rund 3500 Kräfte bauen. Nicht nur deshalb bildet die Arbeit mit den Ehrenamtlichen in den Bereitschaften einen Schwerpunkt, ebenso der Kontakt zu den Kommunen. Das sei hervorragend, sagte Braun.

Der Kreisverband hat in den vergangenen fünf Jahren seinen Umsatz um 25 Prozent auf rund 20 Millionen Euro gesteigert. Als Braun 1989 antrat, hatte er 125 hauptamtliche Mitarbeiter. Heute sind es 450. Der KV ist mit diesen Zahlen auch ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor.
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