„Parteien haben eine Heidenangst“

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Schwandorf
23.11.2016
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"Parteien haben eine Heidenangst"

Zur Berichterstattung über die Bezirksversammlung der AfD und die Demonstration dagegen (Samstagsausgabe vom 19. November) erreichte uns eine Zuschrift, in der es heißt:

"Ich möchte gleich vorausschicken, dass ich kein AfD-Mitglied bin und auch sonst keiner Partei angehöre. Die AfD ist in Schwandorf und auch sonst im Land schon erwünscht. Ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger sieht in der Existenz dieser Partei ein wichtiges politisches Regulativ. Das Häuflein, das in Schwandorf gegen die Partei demonstrierte, bestand zum nicht geringen Teil aus Politikern und Parteimitgliedern verschiedener Couleur. Die Parteien haben eine Heidenangst vor der nächsten Bundestagswahl und das mit Recht, denn sie fürchten die AfD. Weil sie ihnen Wähler abnehmen wird, Wähler von rechts, von links, aber auch hauptsächlich aus der Mitte, Wähler, die nicht mehr verstehen, wie diktatorisch über ihre Köpfe hinweg regiert wird, die mit Befremden eine brenzlige Entwicklung in allen Bereichen, nicht nur wegen der Flüchtlings- und Asylpolitik, auf sich zukommen sehen. Und wie reagieren die - notwendige Reformen scheuenden Etablierten - darauf? Sie warnen vor der ernst zu nehmenden Konkurrenz, statt sich Gedanken zu machen wie es überhaupt so weit kommen konnte. Sie sollten die Ursachen bei sich selbst suchen.

Das Entstehen einer Partei der Unzufriedenen ist ja gerade der Beweis einer lebendigen Demokratie und Beweis dafür, dass der Staat seine eigentliche Aufgaben vernachlässigt, nämlich Schaden vom Volk abzuwenden. Doch die Politiker laufen aufgeregt gackernd, wie Hühner im Stall hin und her, als wäre der Fuchs im Stall und schimpfen und diffamieren auf populistische schamlose Art und Weise jene, die nur auf dem Mist groß geworden sind, den sie, die Politiker in ihrem eigenen 'Stall' über viele viele Jahre angehäuft haben. Diese haben nur Angst um ihre Posten. Und immer wieder hört man unisono den Spruch: 'Wir müssen die Partei fit machen'" aber nie: 'Wir müssen das Land für die Zukunft fit machen'.

Die Parteien, die ihnen ihre Parlamentssitze und scheinbare Wichtigkeit verleiht und einige zu Kanzler und Ministern macht, verlieren nach kurzer Zeit die Bodenhaftung und den Bezug zur Realität. Das ist der Eindruck, den immer mehr Menschen von dieser Republik haben."

Dieter Michel Schwandorf

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