Passionskonzert in der evangelischen Erlöserkirche
„Die sieben letzten Worte Jesu“

Kirchenrat Gerhard Gohlke (am Pult), Pfarrer Arne Langbein und Vikar Johannes Amberg (sitzend, von rechts) gestalteten den Meditationsteil des Passionskonzerts am Karfreitag in der Erlöserkirche. Bild: Dobler
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Schwandorf
25.03.2016
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Der Karfreitag ist für die Protestanten traditionell einer der wichtigsten Festtage im Kirchenjahr. Das Nachdenken über das Sterben und die Erlösungstat Jesu ist in der Schwandorfer Kirchengemeinde seit langem in die Form einer nachmittäglichen Andacht gegossen, bei der diesmal die sieben letzten Worte Jesu meditiert und mit Musik von Kirchen- und Gospelchor künstlerisch überhöht wurden.

Verantwortlich für die Andacht war auch in diesem Jahr Kirchenrat Gerhard Gohlke, der den Ablauf und die Texte zusammen mit Pfarrer Arne Langbein und dem neuen Vikar Johannes Amberg ausgearbeitet hat.

Einen wichtigen Anteil an der Gestaltung des Nachmittags hatten Thomas Huber und sein Gospelchor "Heavenbound", der Kirchenchor unter Willi Stöhr sowie einige Instrumentalisten - Margarita Wiegleb an der Orgel, die Flötistin Inge Stöhr, die Geigerin Dagmar Merkl, sowie Julia Spiegler und Thomas Merl (beide Trompete).

"Sagen die Sterbenden die Wahrheit, weil sie im Gegensatz zu Lebenden nichts mehr zu verbergen haben?" Mit dieser Eingangsfrage leitete Gerhard Gohlke auf das Thema der Andacht hin, die in sieben meditative Beiträge gegliedert war. "Die sieben letzten Worte Jesu möchten uns ermutigen, uns dem Leben in seiner ganzen Fülle zuzuwenden", betonte Gohlke. Ziel sei, die "große, schwer verständliche Liebe Gottes" zu erkennen, "die große Zuwendung seines Sohnes zu uns Menschen, die selbst in seiner Todesstunde nicht endete, damit wir frei werden für die Liebe".

"Es wird alles gut"


Pfarrer Arne Langbein wandte sich danach dem ersten Wort Jesu zu: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Ergänzt wurden seine Überlegungen durch den Gospelchor, der "Thy will be done" sang.

Im folgenden wechselten sich Gohlke, Langbein und Vikar Amberg ab, bis die Andacht nach dem siebten Wort "Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände" und den zugehörigen Musikstücken in den Epilog mündete, den Gohlke noch einmal als Frage formulierte: "Kann der Tod Gottes uns trösten?" Ja, meinte er, wenn man mit Jesus über den Hügel von Golgatha gehe und durch die Dunkelheit - und auf das Licht des Lebens warte. "Dieses Licht fällt bald in die Grabeshöhle", schloss Gohlke und setzte seine Hoffnung für die Menschen auf die Zuversicht: "Glaub mir, sagt der, dem du dich anvertraust - es wird alles gut!"
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