Pfarrer Sven Grillmeier gestaltet „Tag der Orientierung und Besinnung“ der KLJB
Pilatus einst wie Heiliger verehrt

"Ich wasche meine Hände in Unschuld". Pfarrer Sven Grillmeier arbeitete in seinem Vortrag mit Symbolen und Bildern. Bild: rid
Vermischtes
Schwandorf
01.03.2016
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"Ich wasche meine Hände in Unschuld". Das soll Pontius Pilatus gesagt haben, nachdem er Jesus zum Tode verurteilt hatte. "Eigentlich wollte er das gar nicht", glaubt Pfarrer Sven Grillmeier ( Speichersdorf). Beim "Tag der Orientierung und Besinnung" der Katholischen Landvolkbewegung (KLJB) am Samstag im "Haus des Guten Hirten" beschrieb der Geistliche die Zwickmühle, in der sich der römische Statthalter befunden habe.

Pontius Pilatus wollte einen Glaubensstreit vermeiden und gleichzeitig einen Volksaufstand verhindern. "Um des lieben Friedens willen hat er den Forderungen der Sadduzäer nachgegeben", erzählte Pfarrer Sven Grillmeier den 50 Seminarteilnehmern. Bei den Oberammergauer Passionsspielen sei das Wasser, mit dem sich Pilatus die Hände in Unschuld wäscht, mit Blut getränkt. Das war damals anders.

"Die ersten Christen haben Pilatus wie einen Heiligen verehrt", erklärte der Geistliche den erstaunten Zuhörern. "Menschen der Passionsgeschichte - wo finde ich mich wieder?" war das Thema des Besinnungstages. Gerate der Mensch nicht immer wieder in solche Zwickmühlen, wo er schwere Entscheidungen zu treffen habe, fragte der Geistliche in die Runde. Er bot den Mitgliedern der KLB die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und zur Beichte.

Der Einkehrtag endete mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Sven Grillmeier zelebrierte und den die Gruppe "Jubilate Deo" gesanglich begleitete. KLB-Kreisvorsitzende Monika Pürzer (Nabburg) dankte allen Beteiligten für die Gestaltung .
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