Pfarrgemeinde investiert 600.000 Euro
Mutige Entscheidung belohnt

Das Wiefelsdorfer Pfarrheim wurde gründlich saniert. Die Pfarrgemeinde investierte rund 600 000 Euro.
Vermischtes
Schwandorf
05.10.2016
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Pfarrer Peter Wolz segnete die sanierten Räume.

Das Wiefelsdorfer Pfarrheim ist auch ein Stück Ortsgeschichte. Pfarrer Johann Nepomuk Kleber hatte das Gebäude als "Caritas-Heim" im Jahr 1928 aufgebaut. In aufwendiger Arbeit wurde das Gebäude nun saniert.

Wie es sich gehört, feierte die Gemeinde die Wieder-Einweihung mit einem Pfarrfest. Das hatten sich die Wiefelsdorfer auch verdient, trugen sie doch mit über 3000 Stunden Eigenleistung zu den Arbeiten bei. Der traditionelle Termin der Rosenkranzbruderschaft gab den entsprechenden Rahmen. Pfarrer Peter Wolz zelebrierte den Gottesdienst.

Herzens-Angelegenheit


Rund 600 000 Euro wurden in die Sanierung investiert. Nun sei für viele Mitglieder der Pfarrei "eine Herzens-Angelegenheit in Erfüllung gegangen", sagte der Vorsitzende Karl Pirzer. Pirzer ging vor vielen Besuchern und Ehrengästen im Saal auf die Geschichte des Hauses und den Ablauf der Renovierung ein. Unter Leitung von Pfarrer Kleber wurde das Pfarrheim 1928 erbaut. Es diente als Schwesternwohnheim, als Kindergarten, Nähschule für Mädchen, als Krankenpflegestation und Altenheim. Seit 1989 wollte die Kirchenverwaltung das Gebäude sanieren.

Doch stets standen andere Objekte, wie der Pfarrhof oder die Kirchen in Wiefelsdorf, Waltenhof und Bubach im Vordergrund. Als dann das Pfarrheim anstand, folgte die Ernüchterung: Die Diözese wollte den Abbruch. Nach einigen Jahren Diskussionen wurde 2011 von der Kirchenverwaltung der mutige Beschluss gefasst, das Pfarrheim durch Eigenleistung und Spenden in einen nutzbaren Zustand zu bringen. Ziel sei es gewesen, so der Vorsitzende, Räume für einen Aushilfspfarrer und ein Archiv zu finden, da ja mittlerweile der Pfarrhof vermietet war. Am 3. Oktober 2013 war dieser erste Bauabschnitt erledigt und das Gebäude wieder bewohnbar. Danach folgte ein Antrag bei der Diözese. Dieser wurde jedoch abgelehnt mit Verweis auf den Beschluss: "Abriss." Die Diözese wollte einen Neubau laut modernem Raumprogramm, was aber von der Kirchenverwaltung abgelehnt wurde.

Die Diözese erteilte aber schließlich doch die Erlaubnis zur Sanierung. "Allerdings ohne Zuschüsse", so Pirzer. Daraufhin beschloss die Gemeinde, die Sanierung in zwei Bauabschnitten anzugehen. Das war allerdings nicht mehr in Eigenleistung machbar. Mit dem Architekturbüro Andreas Hottner wurde ein Planer gefunden. Am 19. September 2015 wurde mit dem Abbruch des westlichen Gebäudeteils begonnen. Vorangegangen waren Diskussionen mit dem Bau- und dem Denkmalamt, vor allem zur Dacheindeckung und den Fassaden, die aber laut Pirzer "ein gutes Ende nahmen".

Neuer Requisitenraum


Anschließend bekam der Saal ein neues Dach. Um Theater spielen zu können, wurde in den Pfarrstodl ein neuer Requisitenraum eingebaut. Auch im zweiten Bauabschnitt wurde wieder viel Eigenleistung erbracht, vor allem von den Frauen, denen der besondere Dank Pirzers galt. Angesichts der Investition von 600 000 Euro bat Pirzer die Gemeinde, das Gebäude nun auch für künftige Veranstaltungen zu nutzen und Leben ins Pfarrheim zu bringen.

Dritte Bürgermeisterin Martina Engelhardt-Kopf lobte das große ehrenamtliche Engagement der Pfarrei. Architekt Andreas Hottner vom Architekturbüro schloss sich den lobenden Worten der Bürgermeisterin an. Danach nahm Pfarrer Peter Wolz im vollen Saal die Segnung der Räumlichkeiten vor.
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