Platz für 152 Schutzsuchende

OB Andreas Feller, Heimleiter Richard Kiendl, Sozialministerin Emilia Müller, Landrat Thomas Ebeling, Regierungsbeauftragter Franz Brunner und Hausmeister Max Schuierer (von links) besichtigten gestern die zentrale Flüchtlingsunterkunft in der Egelseer Straße in Schwandorf. Bild: Hirsch
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Schwandorf
08.09.2016
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Am 1. Oktober ziehen die ersten Asylbewerber in die neu erbaute Unterkunft in der Egelseer Straße in Schwandorf ein. Die Regierung der Oberpfalz hat dort Wohnungen für 152 Flüchtlinge angemietet. Sozialministerin Emilia Müller besichtigte gestern die Räume, die vor allem für Familien mit Kindern eingerichtet sind.

Ein privater Investor kaufte das Gebäude eines ehemaligen Autohauses und baute sie zu Wohnungen für Asylbewerber aus. Die Regierung mietete sie für neun Jahre an und stattete die Gemeinschaftsküche sowie die Wohn- und Schlafräume aus. Jedes Zimmer hat eine eigene Nasszelle. Der Waschraum im Keller wird gemeinschaftlich genutzt.

"Auch wenn die Asylbewerber ein Bleiberecht bekommen, können sie in der Unterkunft bleiben", erklärt Emilia Müller. Dann als Hartz-IV-Empfänger in der Obhut des Jobcenters. Langfristiges Ziel aber müsse es sein, so die Ministerin, die Leute aus den Sozialsystemen heraus und in Arbeit zu bekommen. "Die berufliche und soziale Integration ist eine riesige Herausforderung", ist sich die CSU-Politikerin bewusst.

Franz Brunner ist bei der Regierung zuständig für die Gemeinschaftsunterkünfte in der Oberpfalz. Gemeinsam mit Heimleiter Richard Kiendl und Hausmeister Max Schuierer führte er die Ministerin durch das Haus. Mit dabei war auch Landrat Thomas Ebeling, der am Landratsamt einen arbeitsbezogenen Jugendsozialarbeiter anstellen möchte, kofinanziert vom bayerischen Sozialministerium. Der Modell-Landkreis Schwandorf beschäftige ferner Sozialberater und Ehrenamtskoordinatoren, die die Flüchtlinge im Alltag begleiten und beraten.

Dritte Unterkunft


Die Unterkunft an der Egelseer Straße werde sich erst nach und nach füllen, denkt Franz Brunner. Denn die Asylbewerber können drei Monate nach ihrer Anerkennung die Familien nachholen. Drei Jahre lang übernehme der Bund die vollen Kosten für die Flüchtlinge, ergänzt Ministerin Emilia Müller. Erst dann fallen sie aus dem sozialen Raster heraus und müssen selbst für sich sorgen. Die Wohnungen in der neuen Unterkunft seien so gestaltet, "dass sie später umgewidmet werden können".

Neben der ehemaligen Triumph-Halle der Meiller GHP und dem Gemeinschaftshaus in Dachelhofen ist das Haus in der Egelseer Straße nun die dritte zentrale Unterkunft für Flüchtlinge in Schwandorf.

Die berufliche und soziale Integration ist eine riesige Herausforderung.Emilia Müller, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
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