Präsident Hubert Steiger zu Gast im Gemeinsamen Zentrum
Grenzenlose Gauner-Jagd

Der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, MdB Karl Holmeier (sitzend von links), die Polizeibeamten Pavel Rybar, Markus Leitl und Josef Eckl, sowie OB Andreas Feller, Landrat Thomas Ebeling und MdL Alexander Flierl (stehend von links) trafen sich zu einer Besprechung im "Gemeinsamen Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit" in Schwandorf. Bild: Hirsch
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Schwandorf
04.11.2016
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Das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit erfüllt eine wichtige Aufgabe. Das zeigten die Zahlen, die Präsident Hubert Steiger am Donnerstag bei seinem Besuch auf dem Weinberg erfuhr.

Zur Bundespolizeidirektion München gehören zehn Inspektionen und 19 Reviere, darunter auch die Dienststelle in Waldmünchen. Dort führte Präsident Hubert Steiger am Donnerstag einen neuen Leiter in das Amt ein. Auf dem Rückweg besuchte der Chef von über 4000 Mitarbeitern das "Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit" in Schwandorf. Die Behörde auf dem ehemaligen Bundesgrenzschutz-Gelände ist dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam unterstellt, dem wiederum zehn Direktionen angegliedert sind. Eine davon in der bayerischen Landeshauptstadt.

64 Mitarbeiter


Der Kontingentleiter der Bundespolizei in Schwandorf, Markus Leitl, begrüßte den Münchner Direktionspräsidenten dann auch als "Hausherren". Zu den Kernaufgaben der Bundespolizeidirektion München gehören die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und die Gewährleistung der Sicherheit auf den bayerischen Bahnhöfen und auf dem Münchner Flughafen.

Seit acht Jahren sind bayerische, bundesdeutsche und tschechische Polizei- und Zollbeamte beengt in Räumen der ehemaligen BGS-Unterkunft auf dem Weinberg untergebracht. 64 Mitarbeiter sind es am Standort Schwandorf, 33 im tschechischen Petrovice. Vor allem die in Schwandorf stationierten Beamten sehnen eine Lösung des Platzproblems herbei. "Wir sind auf einem guten Weg", betonte MdB Karl Holmeier (CSU), der das Treffen am Donnerstag organisiert hatte. Präsident Hubert Steiger sieht in der Verlegung der mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit von Nabburg nach Schwandorf eine weitere Aufwertung des hiesigen Standortes.

2018 Baubeginn


Die Pläne für die Sanierung eines leerstehenden Gebäudes in unmittelbarer Nähe der aktuellen Unterkunft liegen zwar noch im Innenministerium, sollen die dortige Schublade aber bald verlassen. Markus Leitl rechnet 2018 mit dem Baubeginn. Im Jahr darauf könnte das Drei-Millionen-Projekt dann fertiggestellt sein.

16 000 Vorgänge haben die Mitarbeiter des Zentrums im Jahr zu bearbeiten. Drogendelikte, Fahrzeugdiebstahl, Personenabfragen. "Das Spektrum ist breit", versichert der Koordinator der bayerischen Polizei, Josef Eckl. Der Polizeioberrat sieht in der Sprachkompetenz den Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die tschechischen Kollegen seien hier den deutschen um Längen voraus. Bester Beweis dafür ist der Koordinator auf tschechischer Seite, Pavel Rybar, der in perfektem Deutsch die gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Zentrum betonte. Die deutschen Beamten seien aber ständig bemüht, in Sprachkursen den Rückstand wettzumachen, so Eckl.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer über den Nutzen des neuen deutsch-tschechischen Polizeivertrages, der den Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch erheblich erleichtere. Zur Runde gehörten neben MdB Karl Holmeier auch MdL Alexander Flierl, Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller.
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