Schwandorfer Polizei überprüft am Faschingsdienstag 240 rund Verkehrsteilnehmer
Kontrolldruck wirkt

Beamte der Schwandorfer Polizei richteten am Faschingsdienstag abends zwei Kontrollstellen ein, eine davon an der Adenauerbrücke (Bild). "Alkohol am Steuer" lag im Fokus. Das Ergebnis war erfreulich. Bild: Hösamer
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Schwandorf
10.02.2016
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"Guten Abend. Allgemeine Verkehrskontrolle." Rund 240 Mal hörten Fahrer am Faschingsdienstag diesen Satz von Beamten der Schwandorfer Polizeiinspektion. Das Augenmerk der Überprüfungen lag auf Alkohol am Steuer. Das Ergebnis war erfreulich.

Die Inspektion richtete am Dienstagabend zwischen 18 und 23 Uhr Kontrollstellen an der Adenauerbrücke stadtauswärts und an der Fronberger Straße beim Künstlerhaus stadteinwärts ein. Außerdem waren drei Streifenfahrzeuge unterwegs, um Fahrer zu überprüfen. Das Ergebnis nannte der Sachbearbeiter "Verkehr" der er Inspektion, Polizeihauptkommissar Jürgen Wagner, erfreulich: Unter den rund 240 überprüften Verkehrsteilnehmern muss keiner mit Problemen wegen einer Trunkenheitsfahrt rechnen. Der höchste Wert wurde bei einem Pkw-Fahrer festgestellt, der mit 0,36 Promille hinter dem Steuer saß - also unter dem Wert von 0,5 Promille Alkohol im Blut, ab dem eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige fällig wird.

17 Alkohol-Unfälle


Die Verkehrsteilnehmer hätten Verständnis für die Kontrollen gezeigt, sagte Wagner. Die Aktion war Teil des Verkehrssicherheitsprogramms 2020, das das Innenministerium unter das Motto "Bayern mobil - sicher ans Ziel" gestellt hat. "Alkohol am Steuer" ist auch im Schutzbereich der Schwandorfer Inspektion, der neben der Großen Kreisstadt auch die Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See umfasst, ein Dauerthema. Laut Wagner wurden im vergangenen Jahr 17 Verkehrsunfälle aufgenommen, bei denen Alkohol im Spiel war. Dabei wurden eine Person schwer und vier leicht verletzt.

Die Inspektion musste im vergangenen Jahr 68 Ermittlungsvorgänge wegen Alkohol im Straßenverkehr einleiten. Zehn Fahrer hatten Glück, dass die Polizei sie davon abhalten konnte, unter Alkohol loszufahren. Die verbleibenden 58 Fahrer wurden wegen "folgenloser Trunkenheitsfahrten" - also ohne Unfall - angezeigt. Je nach Höhe des Promillewertes mussten diese Verkehrsteilnehmer mit einem Bußgeld, Fahrverbot oder sogar Geldstrafe plus Führerscheinentzug rechnen. Diese Zahlen hätten früher schon höher gelegen, sagte Wagner. Neben der wachsenden Einsicht der Verkehrsteilnehmer sei dafür wohl auch der Kontrolldruck der Polizei verantwortlich.

Bei den Kontrollen am Dienstagabend waren neben der normalen Schichtbesetzung sechs Beamte zusätzlich im Dienst. Sie sprachen einige (kostenlose) Verwarnungen aus, weil Fahrer ihren Führerschein oder den Fahrzeugschein nicht vorweisen konnten. Die Betroffenen müssen die Papiere nun binnen einer Frist bei der Inspektion vorlegen. Weitere Vorkommnisse gab es laut Wagner nicht.

Weitere Aktionen


Im Zuge des Verkehrssicherheitsprogramms wird es weitere größere Aktionen wie Geschwindigkeits- und sicher auch wieder Alkoholkontrollen geben. Außerdem richten die Beamten ihren Blick auf die verbotene Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt.
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