Seelsorger Dr. Christoph Seidl hält bei Verein „Pallicura“ Vortrag über die Trauerarbeit
Entschuldigung als Schlüssel zur Heilung

Pfarrer Dr. Christoph Seidl stellte sich den Fragen der Zuhörer, die zur "Pallicura-Veranstaltung" nach Klardorf kamen. Bild: Hirsch
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Schwandorf
14.04.2016
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Dr. Christoph Seidl war einige Jahre katholischer Seelsorger im St. Barbara-Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Schwandorf und ist heute Seelsorger für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen der Diözese Regensburg. Wenn er spricht, sind die Veranstaltungsräume in der Regel voll. Das war am Mittwoch im Turmrestaurant Obermeier in Klardorf nicht anders.

"Pallicura", ein Verein zur Förderung der Palliativ- und Hospizbewegung, hatte den Geistlichen zur Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe "Mit Verlust und Trauer leben" gewinnen können. Dr. Christoph Seidl stellte seine Gedanken unter das Motto: "In der Trauer lebt die Liebe weiter." Trauer sei für ihn "weit mehr als nur ein Gefühl". Arm sei der dran, der nichts zu betrauern habe. Der Referent ermunterte die Hinterbliebenen, den Blick dankbar zurück zu werfen, denn: "Erfahrenes Glück würdigt man am besten in der Trauer."

Die Trauerarbeit könne die Persönlichkeitsentwicklung fördern, "wenn sie die Spiritualität intensiviert". Der Trauerende sollte aber den Blick auf nach vorne werfen und "die nächsten Aufgaben angehen", so der Rat des Geistlichen. Nicht nach dem "Warum" fragen, sondern: "Wie kann ich an der Situation wachsen?" In einer "ehrlichen Entschuldigung bei den noch Lebenden oder den Toten" sieht Dr. Christoph Seidl den "Schlüssel zur Heilung". Und man sollte sich stets vor Augen führen: "Trotz der Trauer geht es mir gut und besser als vielen anderen Menschen."
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