Senioren-Union hört Vortrag von Rudolf Kraus
Rentenniveau niedrig

Staatssekretär a.D. Rudolf Kraus
Vermischtes
Schwandorf
13.04.2016
23
0

Bezirksvorsitzender Rudolf Kraus sprach bei der CSU-Senioren-Union im Kreisverband Schwandorf über Rentenangelegenheiten. Anlass war die Jahresversammlung der Vereinigung.

Zunächst berichtete Vorsitzender Julius Schmatz, dass sich im letzten Jahr an den zehn Senioren-Veranstaltungen je rund 35 Teilnehmer beteiligt hatten. Besichtigungen mit Führung gab es bei der Firma Inotech-Kunststoff in Nabburg, im Freilandmuseum Neusath, der Befreiungshalle und der Walhalla mit Donauschifffahrt, in der die Notruf-Leitstelle und der Provinz-Bibliothek in Amberg, bei Automobiltechnik Benteler in Schwandorf, sowie im Museum für Schlösser und Belege in Penting. Dazu gab es Vorträge über das Sicherheitsverhalten im Straßenverkehr, eine Dichterlesung mit Franz Spichtinger, MdB Karl Holmeier informierte über Aktuelles aus der Bundespolitik. Und schließlich war man gemeinsam beim Freilichtspiel "Ein Sommernachtstraum" auf der Luisenburg. Bei diesen Unternehmungen wurde auch die Geselligkeit mit gemütlichen Einkehrstunden gepflegt.

Die Kreis-Senioren Union hat nach zwei Neuaufnahmen und acht Sterbefällen 186 Mitglieder aufzuweisen und wird eine Mitglieder-Werbeaktion starten.

Bei der nächsten Vorstandssitzung am 1. Juni werden die Veranstaltungen für das zweite Halbjahr besprochen, wobei noch Vorschläge erbeten werden, hieß es. Kassier Otmar Hochmuth gab in seinem Bericht bekannt, dass sparsam gewirtschaftet werden muss.

Bezirkschef Rudolf Kraus dankte zunächst allen ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihren Einsatz und den Mitstreitern für die Unterstützung. "Durch die Globalisierung sind die Steuer- und Bankenangelegenheiten aus dem Ruder geraten", urteilte der Politiker. Er monierte die zu geringe Handlungsbereitschaft von EU-Präsident Junker in diesen Bereichen. "Was das Rentensystem in Deutschland betrifft, bedarf es einer Neuorientierung von Lebensalter- und Arbeitszeit-Beurteilung", sagte er. Der Einstieg in den Rentenbezug dürfe nicht nach 67 oder gar 70 Jahren erfolgen, sondern müsste nach 45 Arbeitsjahren möglich sein. Die kleinen Zugeständnisse von Mindestlohn und Mütterrente müsste mit Aufstockung der Bemessungsgrundlage verbessert werden.

Für Kraus war klar: "Deutschland, als reiches Land bezeichnet, hat gegenüber anderen Ländern ein sehr geringes Rentenniveau." Durch die Wiedervereinigung und den jetzigen Flüchtlingsstrom sei das Land zwar in ein hohes Finanzaufkommen geraten, könnte aber durch Umverteilung und weniger Sonderausgaben die Lebensqualität, besonders in den armen Regionen verbessern. "Kämen die etablierten Parteien in vielen Angelegenheiten zu einer kompromissbereiten Einigung, bräuchten wir keine neue Protestpartei", meinte Kraus.
Weitere Beiträge zu den Themen: Rudolf Kraus (11)CSU-Senioren-Union (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.