Silvester im Landkreis Schwandorf

Eine tolle Silvesterparty fand heuer am Marktplatz in Winklarn statt. Anlass war der Start in das Heimatfestjahr 2016. Um Mitternacht zündeten einige "Sternwerfer" an, während die Silvesterraketen von einem abgesperrten Bereich aus in den Nachthimmel flogen. Der Erlös der Veranstaltung wird für den Ankauf der Festkleider verwendet. Bild: frd
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Schwandorf
02.01.2016
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In dem einen Ort begrüßten die Böllerschützen lautstark das neue Jahr, in dem anderen schwangen elegante Ballbesucher die ganze Nacht das Tanzbein. Hier und dort machte der Nebel einen Strich durch Feuerwerksträume. Aber für den ganzen Landkreis gilt: Der Jahreswechsel ging im Großen und Ganzen friedlich über die Bühne.

(kö/frd) Zu Beginn des neuen Jahres ließen es die Böllerschützen der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Altendorf gehörig krachen. Das Böllerschießen ist mehr als nur "Schall und Rauch" und hat an Festtagen, an Kirchweihen und in den Rauhnächten, besonders auch an Neujahr eine lange Tradition. Diese lässt sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Früher war vor allem auch der Ehrensalut für Fürsten und die Obrigkeit üblich.

In den Wind geschossen


Als sich die Böllerschützen mit ihren Hand- und Schaftböllern am Neujahrstag vor dem Gottesdienst auf der Schwarzachbrücke versammelten, wurde zwar kein hoher Gast erwartet - der lautstarke Empfang galt dem neuen Jahr 2016. Mit langsamem und schnellen Reihenschuss, Doppelschlag und Salut wurde quasi das alte Jahr in den Wind geschossen und das neue symbolisch mit guten Vorzeichen begonnen.

Die Böller sind übrigens Vorderlader, die mit Schwarzpulver gefüllt werden. Dieses wird mit einem Korken verdämmt und durch ein Zündhütchen gezündet. Zum 100-jährigen SKK-Jubiläum im Jahre 1999 gegründet, hat die Altendorfer Böllerschützengruppe inzwischen schon reichlich Erfahrung und Routine. Deshalb bestand auch keine Gefahr, dass das Neujahrsanschießen wie das "Hornberger Schießen" ausgeht. Die Hornberger (Schwarzwald) sollen der Legende nach für die Ankunft des Fürsten solange geübt haben, bis ihnen schon vor dem hohen Besuch das Pulver ausging. Daraus hat sich wohl das Sprichwort "Das ging aus wie das Hornberger Schießen" abgeleitet.

Eine sehr ruhige, aber auf den Straßen sehr eisige Silvesternacht konnten bei Schichtwechsel am Morgen des Neujahrstages die Beamten der Polizeiinspektion Oberviechtach in ihr Dienstbuch eintragen. Auf den Straßen bewegte sich sehr wenig und auch in den Gaststätten, wie in der "Taverne" in Lind oder in der "Hammerschänke" in Lukahmmer feierten vornehmlich Urlaubsgäste bei guter Stimmung ins neue Jahr hinein.

Eine tolle Silvesterparty fand auf dem Marktplatz in Winklarn statt, wo um Mitternacht gemeinsam auf das Heimatfestjahr 2016 angestoßen wurde. Den Erlös erhalten die Festdamen als Zuschuss für ihre Kleider.

Besonders festlich ging der Jahreswechsel auch in Schwarzenfeld über die Bühne. Dort verabschiedete der Markt das alte Jahr, das im Zeichen des 1000-jährigen Ortsjubiläums stand, mit einer rauschenden Ballnacht. Nach den vielen Fest-Veranstaltungen wird wieder etwas mehr Ruhe einkehren im Ort. (Innenteil)
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