Sozialdienst katholischer Frauen stützt Arbeit auf vier Säulen
Kinderkrippe bleibt Herzensangelegenheit

Irene Mann, Rosemarie Scheuerer, Barbara Kass (stehend von links), Maria Grundler und Hermine Rodde (sitzend von links) arbeiten ehrenamtlich für den "Sozialdienst katholischer Frauen". Bei der Hauptversammlung zog der Verband Bilanz. Bild: Hirsch
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Schwandorf
19.10.2016
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Tagesmütter-Vermittlung, Vormundschaften, Familienbegleitung, Spielstube: Das Angebot des "Sozialdienstes katholischer Frauen" basiert auf vier Säulen. Bei der Hauptversammlung am Dienstag verriet Vorsitzende Hermine Rodde, warum ihr die Spielstube so am Herzen liegt.

1762 Kinder hat Erzieherin Rosemarie Lingl im vergangenen Jahr in der Spielstube in der Klosterstraße 13 betreut. Sie ist von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 Uhr da, spielt, singt und bastelt mit den Kindern und hält damit den Eltern den Rücken frei.

8500 Euro Defizit


Pro Kind und Aufenthalt werden fünf Euro fällig. Unterstützt wird die hauptamtliche Erzieherin von 15 ehrenamtlichen Helferinnen, die sich abwechseln. Für die Spielstube gab der Träger im vergangenen Jahr 24 500 Euro aus, nahm aber nur 16 000 Euro ein. Das Defizit muss der "Sozialdienst katholischer Frauen" durch Mehreinnahmen in den anderen Sparten ausgleichen. Dennoch hält Hermine Rodde an der Einrichtung fest. "Die Spielstube gibt es länger als die Krippen", erklärt die SkF-Vorsitzende. Weil nach wie vor eine große Nachfrage bestehe und die Eltern dankbar seien für das Angebot, wolle man die Spielstube weiterbetreiben.

Der Landkreis holt den "Sozialdienst katholischer Frauen" mit ins Boot, wenn es um die Betreuung von Familien in schwierigem Umfeld geht. Er lässt sich die Familienbegleitung im Jahr 70 000 Euro kosten. Schwandorf gehörte vor 20 Jahren zu jenen drei Landkreisen in Bayern, die das Sozialministerium für ein dreijähriges Pilotprojekt zur Tagesmütter-Vermittlung auswählte. Die Trägerschaft übernahm damals der "Sozialdienst katholischer Frauen". Bei der Betreuung von Familien mit Kindern bis zu drei Jahren, die sich in Belastungssituationen befinden, arbeitet der Verband mit der "Koordinationsstelle frühe Kindheit" (KoKi) am Landratsamt zusammen. Aktuell arbeiten 31 Tagesmütter mit Pflegeerlaubnis für den "Sozialdienst katholischer Frauen". Sie dürfen bis zu fünf Kinder in ihre Obhut nehmen.

Vormundschaften


Für 14 Kinder übernimmt der SkF die Vormundschaft im Auftrag des Jugendamtes oder des Bezirks. Der Sozialverband hat 78 Mitglieder und beschäftigt sechs hauptamtliche Mitarbeiter.
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