Start des Verkehrsversuchs
Erster Tag ohne Knöllchen

Bitte umkehren: Am Dienstag verhängte die Polizei noch keine Verwarnungsgelder, sondern wies den "Falschfahrern" freundlich, aber bestimmt den Weg (linkes Bild). Eine große Schilder-Insel weist die Autofahrer, die von der Adenauer-Brücke kommen, auf die Regelung hin (rechtes Bild). Busse dürfen wie Taxen und Radfahrer am Wendelinplatz links abbiegen. Sonst keiner. Bilder: Hösamer (2)
Vermischtes
Schwandorf
29.03.2016
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Es geht Schlag auf Schlag. Regelmäßig stehen Autos vor der Absperrung an der Friedrich-Ebert-Straße. Polizeibeamte machen die Fahrer freundlich, aber bestimmt auf ihren Fehler aufmerksam. Zum Start des Verkehrsversuchs am Dienstag noch ohne Verwarnungsblock in der Hand.

Gnade vor Recht

Manch' Fahrer gibt sich überrascht, dass es hier nicht weitergeht, andere verärgert. Die meisten nehmen es gelassen. Wohl auch, weil die Polizei am Dienstag noch auf Knöllchen verzichtet und Gnade vor Recht ergehen lässt. Normalerweise würden 20 Euro fällig. Ab Mittwoch will Wagner mit seinen Kollegen den Verwarnungsblock dann zücken.

Wie zu erwarten war, hat sich die Postgartenstraße schnell als Schleichweg etabliert, zumindest gefühlt ist hier der Verkehr stärker als sonst. Ob das stimmt, das werden die Zählungen an neuralgischen Stellen ergeben, die den Verkehrsversuch begleiten. Auch auf der Pesserlstraße Richtung Bahnhof ist etwas mehr los als an den vergangenen Tagen. Spürbar war die Umleitung auf der Wackersdorfer Straße stadteinwärts. Weil de facto eine Spur wegfällt, fällt der Stau an der Ampel am Wendelinplatz länger aus. Noch sind Osterferien. Spätestens danach dürfte klar werden, wo Brennpunkte sind. Bis zum 13. Mai soll der Verkehrsversuch dauern, der einen älteren Fahrer sehr erbost, als er von der Adenauerbrücke kommend in die Postgartenstraße abbiegt: "Das ist das Schlimmste, was die Stadt ihren Bürgern bislang angetan hat", schimpft er aus dem Autofenster. Und: Der OB, der gehöre abgesetzt.

Geschwindigkeitsmessung

Der Putsch wird nach dem ersten Tag des Versuchs nun nicht gleich ausbrechen. Zumal zu beobachten ist, dass die Sperrung ihr Ziel erreicht: Auf der Ebert-Straße ab der Bahnhofstraße ist deutlich weniger Verkehr als sonst üblich. Wenn die Belastung durch den reinen Durchgangsverkehr entsprechend sinkt, kann die Politik über die Umgestaltung der Straße eventuell sogar ohne hohe Bordsteine nachdenken. Jetzt muss erst gezählt werden. Nicht nur: In der Ebert-Straße wird auch eine Geschwindigkeits-Messstelle eingerichtet. Dort ist während des Versuchs auf 20 Kilometer pro Stunde beschränkt. Geblitzt samt Strafe werde aber nicht, erläutert Wagner.
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