Studie soll Bahnausbau den Weg weisen - Pilotprojekt durch den Landkreis
Schnellstmöglich nach Prag

Vermischtes
Schwandorf
07.09.2016
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Der CSU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Schwandorf/Cham, Karl Holmeier, freut sich nach der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 über einen weiteren erfolgreichen Schritt zur Realisierung der Metropolenbahn von München und Nürnberg über Schwandorf, Cham und Furth im Wald nach Prag: "Die bayerische Staatsregierung hat mir in den vergangenen Jahren stets versichert, dass sie sich für die Realisierung der Metropolenbahn stark macht. Dieses Versprechen setzt Staatsminister Joachim Herrmann jetzt um. Das ist ein sehr guter Tag für die Region Schwandorf/Cham," schrieb der Wahlkreisabgeordnete in eine Pressemitteilung. Er bezog sich damit auf eine Verlautbarung aus München.

Zum Vorantreiben der Metropolenbahn hatte Bayerns Innen- und Verkehrsminister Herrmann (CSU) ein internationales Bieterkonsortium mit einer Studie beauftragt. Mit dieser Expertise soll ermittelt werden, ob und wie eine Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen in viereinviertel Stunden möglich ist. Die Studie soll zudem die Vorbereitungen für weitere Planungen zügig voran bringen. Die Ergebnisse werden Anfang 2017 erwartet. Die rund 200 000 Euro teure Studie wird von dem Züricher Verkehrsberatungsunternehmen SMA und Partner, dem Prager Ingenieurbüro Sudop und der Düsseldorfer Ingenieurgesellschaft Schüßler-Plan erstellt. Finanziert wird die Studie aus Sondermitteln des Bayerischen Landtags, die eingesetzt werden sollen, damit mehr Planungsvorrat auf Strecken des EU-Kernnetzes geschaffen werden kann. Dazu dient die Streckenführung zwischen Regensburg und der bayerisch-tschechischen Grenze, die auch durch den Landkreis Schwandorf verläuft, als Pilotprojekt.

MetropolenbahnIn dem von der Bundesregierung beschlossenen Bundesverkehrswegeplan 2030 ist ein Streckenausbau zwischen München und der Bayerischen Grenze nach Tschechien erstmals als Teilprojekt der Metropolenbahn enthalten. Sie schließt auch einen nördlichen Ast zwischen Nürnberg und Schwandorf ein. Die Strecke ist aufgrund noch nicht fertiggestellter Untersuchungen allerdings vorerst in der Kategorie "Potenzieller Bedarf" eingestuft. Mit den Ergebnissen zur Wirtschaftlichkeit des Projekts und einer dann möglichen, höheren Priorisierung wird frühestens im Laufe des Jahres 2017 gerechnet.
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Axel Miller aus Regensburg | 13.09.2016 | 16:34  
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