Tag der offenen Tür in der Beruflichen Oberschule
Schülerzahlen gehen auf der BOS zurück

Jonas Fabian (links) erklärte den Besuchern beim "Tag der offenen Tür" an der "Beruflichen Oberschule" in einem Versuch die "Resonanz-Katastrophe". Bild: rid
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Schwandorf
22.02.2016
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Die Jugendlichen standen Schlange. Die meisten waren am Samstag mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür in die Berufliche Oberschule gekommen und nutzten die Gelegenheit, sich für das kommende Schuljahr anzumelden. "Die meisten wollen in die FOS", erklärt Studiendirektor Michael Völkl.

Bei der BOS gehen die Schülerzahlen dagegen zurück. Der stellvertretende Schulleiter glaubt auch den Grund zu kennen: "Die Betriebe brauchen momentan die Leute und versuchen sie zu halten." So entschließen sich immer weniger Jugendliche dazu, nach einer Ausbildung noch einmal die Schulbank zu drücken. Die zusätzlichen Bewerber für die Fachoberschule gleichen den Verlust allerdings wieder aus. "Wir werden auch im nächsten Schuljahr wieder 500 Schüler bekommen", ist Michael Völkl überzeugt. Lehrer und Schüler gaben den Besuchern einen Einblick in die tägliche Arbeit. Fabian Jonas aus Neunburg v.W. geht in die 12. Klasse "Technik" und erklärte in einem Versuch die "Resonanz-Katastrophe". Auch die Ausbildungsrichtungen "Wirtschaft", "Sozialwesen" und "Agrarwirtschaft, Umwelt- und Biotechnologie" waren vertreten.

"Die FOS/BOS hat sich als Alternative zum Gymnasium etabliert", sagt Studiendirektor Michael Völkl. Das liege an der Vielfalt des Angebots und der Abschlüsse. Nach der 12. Klasse erwerben die Absolventen das Fachabitur, nach der 13. die fachgebundene oder die allgemeine Hochschule. Allen Fachrichtungen gleich sei der hohe Praxisanteil. Schwandorf hat im vergangenen Schuljahr als einziger Standort in der Oberpfalz den Zuschlag für den Zweig "Agrarwirtschaft, Umwelt- und Biotechnologie" erhalten. Er richtet sich vor allem an Schüler mit mittlerem Abschluss, die ihre Schwerpunkte auf die MINT-Fächer "Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik" legen. Der Lehrplan bietet Freiräume für aktuelle Themen wie Genetik, Stoffwechselvorgänge, Ernährung, Ökologie und Biotechnologie.

Studiendirektor Michael Völkl, für das operative Geschäft an der "Beruflichen Oberschule" zuständig, ist zuversichtlich, die Sparte auf Dauer halten zu können. Noch sind die beiden Klassen der Fachoberschule (FOS) zugeordnet. Eine BOS-Klasse "Agrar und Umwelt " ist bislang noch nicht zustande gekommen.

Weil die Schüler sowohl aus dem Gymnasium als auch aus Mittel-, Real- und Wirtschaftsschule kommen, finden die Lehrer eine recht heterogene Gruppe vor. "Mit innerer Differenzierung gleichen wir die unterschiedlichen Voraussetzungen aus", so Chemie-Lehrer Christian Eiblmeier. Die intensive naturwissenschaftliche Ausbildung nennt er "ein Alleinstellungsmerkmal der "Beruflichen Oberschule".
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