Tour durchs Müllkraftwerk
Technik begeistert

Kraftwerksmeister Johann Kraus (rechts) führte eine der fünf Gruppen durch das Betriebsgelände. Immer wieder eindrucksvoll ist der Blick in den Müllbunker. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
06.11.2016
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Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) entsorgt den Abfall von 1,8 Millionen Menschen und ist damit einer der größten Verbände dieser Art in Deutschland. Die Technik der thermischen Behandlung beeindruckt einmal mehr.

Zur 14. Auflage der Kraftwerkstour kamen am Freitag 124 Besucher. In fünf Gruppen machten sie sich auf den Weg, geführt von ZMS-Geschäftsleiter Thomas Knoll, dessen Stellvertreter Franz Grabinger, dem technischen Leiter Konrad Rieger, Kraftwerksmeister Johann Kraus und dem Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit, Stefan Karl.

Bis zu 2000 Tonnen Müll täglich werden angeliefert, in Containern, Lastwägen und Privatfahrzeugen. Ein Blick in den Bunker offenbart die Dimensionen. Bis zu vier Tonnen Müll kann der Greifer aus dem riesigen Abfallhaufen herausziehen und damit den Trichter füllen, der die vier Öfen speist. Weitere Stationen des Rundgangs waren die Schaltzentrale, der Schlackebunker und die Fernwärmeauskopplung.

Dazu gab es jede Menge Informationen. Bei Temperaturen zwischen 850 und 1000 Grad wird der Müll durch den Feuerraum gewälzt. Die anfallende Schlacke kühlt ab und gelangt über ein Förderband zum Bunker. Eine Magnettrommel zieht die wieder verwendbaren Eisenteile heraus, die verbleibende Schlacke landet auf der Mathias-Deponie.

Der beim Verbrennungsprozess erzeugte Dampf ist die Basis für die weitere energetische Nutzung nach dem Konzept der Kraft-Wärme-Kopplung. Entweder über Turbinen zur Stromerzeugung oder zur Einspeisung ins Schwandorfer Fernwärmenetz. Das Interesse an den Kraftwerkstouren ist ungebrochen. Nächster Termin ist der 21. April 2017. Anmeldungen über kraftwerkstour@z-m-s.de sind bereits jetzt möglich. Vereine, Verbände und Schulklassen haben während des ganzen Jahres die Möglichkeit zur Besichtigung und bekommen einen eigenen Termin. Als Ansprechpartnerin steht Petra Wimmi, Telefon 0 94 31 / 631-121 oder Email petra.wimmi@z-m-s.de zur Verfügung.
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