TSV Schwandorf zeichnet Franz Sichler und Heinrich Schaffer aus - Erinnerung an bewegte Zeiten
80 Jahre beim Sportverein

Präsident Dr. Karl-Heinz Saur, Dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf und stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl (von rechts) ehrten Franz Sichler (links) für 80 Jahre Mitgliedschaft beim TSV. Bild: rid
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Schwandorf
07.03.2016
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80 Jahre Mitglied beim TSV Schwandorf: Franz Sichler und Heinrich Schaffer schlossen sich 1936 dem Turn- und Sportverein an und durften sich jetzt für diese seltene Treue auszeichnen lassen. Der 87-jährige Franz Sichler nahm die Urkunde beim Ehrenabend am Freitag persönlich entgegen. Der erkrankte Heinrich Schaffer, mit 95 Jahren ältestes Mitglied, hat sie zu Hause erhalten.

Franz Sichler begann seine sportliche Laufbahn als Turner. Nach dem Krieg schloss er sich den Leichtathleten an und war ein erfolgreicher Mittelstreckenläufer. Gleichzeitig spielte er Handball auf dem Großfeld. Nach seiner aktiven Zeit widmete er sich dem Tennisspiel.

Franz Sichler war jahrelang Sportbeauftragter der SPD im Schwandorfer Stadtrat, gehörte dem Vorstand des damaligen "Stadtverbandes für Leibesübungen" an und saß im Wirtschaftsbeirat des TSV Schwandorf. Damals war er maßgeblich an der Aussiedlung des Vereins vom "Hubmannwöhrl" an die Wackersdorfer Straße beteiligt.

In seiner Rede am Freitag erinnerte sich Franz Sichler an die Entscheidung Anfang der 1980er Jahre. Die Stadt bekam staatliche Fördergelder und konnte den TSV ablösen. Mit dem Geld baute sich der Verein ein eigenes Sportgelände. Auf dem Hubmannwöhrl entstand der Stadtpark.

Bereits Jahre vorher, so hat es der pensionierte Oberstudiendirektor in Erinnerung, stand die Fusion des Turnvereins mit dem FC Schwandorf zur Diskussion. Kurz nach Fertigstellung des Sepp-Simon-Stadions sollten sich dort die beiden Großvereine unter einem Dach ansiedeln. Das war zumindest der politische Wille im Rathaus. Doch die beiden Vereine wurden sich nicht einig. Der TSV Schwandorf baute sich etwas Eigenes, der FC blieb auf dem gepachteten Gelände an der Naab. "Der TSV Schwandorf hat mit der Aussiedlung das bessere Los gezogen", stellte Franz Sichler jetzt im Nachhinein fest.
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