Tumult und Rauferei in Asylbewerberunterkunft
Stühle fliegen

Mehrere Streifenwagen wurden zum Einsatzort beordert. Das Polizeiaufgebot konnte die Beteiligten trennen und die Lage beruhigen. Bild: bk-media
Vermischtes
Schwandorf
29.01.2016
140
0

"Tumultartige Auseinandersetzungen" wurden der Polizei am Mittwoch gegen 21.40 Uhr aus der Asylbewerber-Unterkunft in der ehemaligen Triumph-Halle gemeldet. Die Schwandorfer Inspektion teilte mit, dass die Randale unter Kurden und Irakern im Alter zwischen 17 und 30 Jahren ausgebrochen sei. Offenbar habe das lärmende Verhalten einiger Bewohner den Ausschlag zu der Rauferei gegeben.

Der Sicherheitsdienst in der Unterkunft hatte die Einsatzzentrale der Polizei informiert, daraufhin rückten zunächst Streifenfahrzeuge der Inspektion und der Autobahnpolizeistation Schwandorf an. In der Halle, die derzeit mit etwa 360 Flüchtlingen belegt ist, flogen da schon Stühle. Die Beamten forderten Unterstützung an, die Einsatzzentrale beorderte daraufhin Streifenfahrzeuge der umliegenden Dienststellen, unter anderem auch aus Regensburg, zum Einsatzort an der Gutenbergstraße. Das Polizeiaufgebot konnte die Beteiligten trennen und die Lage beruhigen. Nach Schätzungen der Polizei waren mindestens 30 Bewohner an der Auseinandersetzung beteiligt. Einige Personen dürften laut Polizei durch Schläge oder tief fliegende Stühle leicht verletzt worden sein, so die Polizei. Hier laufen die Ermittlungen. Ein 17-jähriger musste in erster Linie aufgrund seiner starken Alkoholisierung mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Nach dessen Behandlung wurde er bei der Polizei Nabburg zur Unterbindung weiterer Straftaten arretiert, da er sich weiterhin sehr aggressiv zeigte.

Die Ermittler von der Schwandorfer Inspektion zogen Dolmetscher hinzu, die Vernehmungen von Beteiligten und Zeugen dauern an. Allerdings: "Das Aussageverhalten der in die Auseinandersetzung involvierten Personen über das Geschehen an sich, über Täter, über eigene Verletzungen oder erlittene Schäden ist meist eher zurückhaltend". Will heißen: Die Beteiligten hüllen sich weitgehend in Schweigen. Polizeibeamte oder Mitarbeiter der Sicherheitsunternehmen kamen bei den Vorfällen nicht zu Schaden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Rauferei (1)Asylbewerberunterkunft Schwandorf (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.