Verwahrloste Tiere
Rettungsaktion geht weiter

Diese Vögel sind raus aus dem Dreck. Sie haben ein sauberes Zuhause und erhalten genug Nahrung. Bild: Dotzler
Vermischtes
Schwandorf
17.04.2016
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Schwandorf/Neunburg vorm Wald. Die Tier-Rettungsaktion auf einem Anwesen im Raum Neunburg wird diese Woche weitergehen. Das Ende der Fahnenstange sei noch lange nicht erreicht, heißt es im Umfeld des Tierschutzvereins. Wie berichtet hatte das Veterinäramt vergangenen Donnerstag Hunderte von Kleintieren in einem erbärmlichen Zustand auf einem Anwesen entdeckt.

Der Tierschutzverein und das Schwandorfer Tierheim stehen in engem Kontakt mit dem Veterinäramt und handeln nach Absprache. Am Freitag wurden insgesamt 66 Tiere nach Schwandorf gebracht und viele gleich weitervermittelt.

Die gesunden Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel werden an Privatleute weitergegeben. "Die kranken Tiere bleiben natürlich bei uns", sagt die Leitende Tierpflegerin Diana Jonatschek auf Nachfrage. "Wichtig ist es auch, die Massenvermehrung in dem Anwesen zu stoppen", ergänzt sie.

Indessen wurden auch Vorwürfe laut, die katastrophalen Zustände seien schon lange bekannt gewesen. Gabi Hahn, Vorsitzende des Tierschutzvereins Stadt und Landkreis Schwandorf erklärte dazu am Wochenende im Netz, sofort nach Bekanntwerden sei eingeschritten worden. Sie weiß, dass bereits vor Jahren Veterinäramt, Polizei und Tierschutzverein vor der Tür standen. Mehrere Hunde wurden damals herausgeholt.

Bei stichprobenartigen Überprüfungen, sogenannten Nachschauen, hat es Hahn zufolge keine Auffälligkeiten mehr gegeben. Dass hier weggeschaut worden sei, lässt sie nicht gelten. Die Besitzern der Tiere soll auch als Halterin von Schafen und Ziegen gemeldet gewesen sein.
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