Vier Kundgebungen im Landkreis
1. Mai in unruhigen Zeiten

Wie hier in Amberg haben in dieser Woche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auch in Weiden, Schwandorf und anderen Orten der Region demonstriert. Immer an der Spitze: Alexander Gröbner (vorne, Zweiter von rechts), der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Oberpfalz. Am Sonntag spricht er in Schwandorf bei der Maikundgebung. Bild: Hartl
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Schwandorf
30.04.2016
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Die Gewerkschaft Verdi macht zur Zeit mit Warnstreiks auf sich aufmerksam. Und die Metaller haben gestern begonnen, im neuen Tarifstreit ihre Muskeln spielen zu lassen. Gut, dass am Sonntag "Tag der Arbeit" ist. Da kann man noch einmal Heerschau halten. Vier Mai-Kundgebungen sind am Wochenende im Landkreis Schwandorf geplant. Bei einer mischen sogar die Katholiken mit.

Traditionell werden zwei der Veranstaltungen vom Deutschen Gewerkschaftsbund organisiert, der diesmal oberpfälzische Spitzenleute aus Regensburg in den Landkreis Schwandorf schickt, damit sie dort reden. Die beiden anderen verantwortet die SPD, die zwei wortgewandte Politikerinnen aufbietet.

Der zentrale Aufruf kommt wie immer vom DGB, verbreitet hat ihn im Landkreis Schwandorf die IG Bau. "Wir appellieren an alle Beschäftigten, an Azubis und Senioren im Kreis Schwandorf, sich eine Stunde Zeit zu nehmen und zur Mai-Feier zu gehen", heißt es darin. Das Motto des Mai-Aufrufs vom DGB lautet diesmal "Zeit für mehr Solidarität". Herbert Allert, in Schwandorf ansässiger Gewerkschaftssekretär der IG Bau Oberpfalz betont: "Dahinter steckt das Ziel, stärker zu werden - durch mehr Solidarität zwischen den Generationen, den Einheimischen und Flüchtlingen, den Starken und Schwachen." So ruft auch er dazu auf, bei der Mai- Kundgebung als Zeichen der Solidarität für gemeinsame Aufgaben und Investitionen in den Wohnungsbau, in die Verkehrswege, in Schulen und Kitas zu demonstrieren. Die IG Bau spricht sich wie andere Gewerkschaften gegen ein Lohndumping und gegen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aus - und damit gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. "Für eine Stärkung der gesetzlichen Rente und für mehr Job-Gerechtigkeit für Frauen - auch darum geht es am 1. Mai. Und für starke Ziele lohnt es sich, Solidarität öffentlich zu zeigen", versichert Allert.

Er selbst tritt am Wochenende nicht als Redner auf, aber Christian Dietl tut es, der Geschäftsführer der DGB-Region Oberpfalz. Er spricht im Schwandorfer Stadtpark bei einer Kundgebung, die der Gewerkschaftsdachverband zusammen mit der KAB organisiert hat, also der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung.

In Teublitz ist gleichzeitig Alexander Gröbner gefordert, auch er ein Spitzenmann der hiesigen Gewerkschaften. Als Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Oberpfalz steht er derzeit an der Spitze der regionalen Warnstreiks von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes; unter anderem war am Mittwoch einer dieser Warnstreiks in Schwandorf (wir berichteten).

Für die erste von zwei Mai-Veranstaltungen der Sozialdemokraten, die auch heuer am Vorabend in Schwandorf-Klardorf über die Bühne geht, wurde MdL Helga Schmitt-Bussinger verpflichtet. Die zweite ist am 1. Mai in Pfreimd. Dort hat Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder ein Heimspiel. (Im Blickpunkt)
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