Vorbereitungen für Fronberger Kirwa laufen
22 Paare auf dem Podium

Kirwabursch Martin Jobst und seine Tanzpartnerin Charlotte von Breidbach führten im Elisabethenheim die Gruppe von 14 Tanzpaaren an. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
06.10.2016
116
0

Ein Dorf rüstet sich für sein größtes Fest: Die Fronberger haben das wichtigste Symbol für ihre Kirwa schon mal sicher. Der Fronberger Kirwabaum kommt wieder von der Bürgerspitalstiftung. Noch steht er aber im Wald.

Der ausgesuchte Stamm ist 36 Meter hoch und soll am 15. Oktober umgesägt und nach Fronberg gebracht werden. Am Mittwoch bekam der Verein die Zusage dafür. Nun muss beim Fällen nur noch der Wipfel dran bleiben - aber die Fronberger können da auf ihre Erfahrung setzen.

Dank an die Stiftung


Das "Baumbitten" gehört zum Ritual der Kirwa-Vorbereitungen. 14 Tanzpaare traten am Mittwoch im Elisabethenheim auf und ließen die Senioren teilhaben am Fronberger Brauchtum. Vereinsvorsitzender Hubertus von Breidbach bedankte sich bei Oberbürgermeister Andreas Feller und Heimleiter Egon Gottschalk für das Überlassen des Baumes.

Die Fronberger Kirwa lebt von weiteren Ritualen. Am 15. Oktober holen Helfer in aller Früh den Baum aus dem städtischen Wald in der Nähe von Steinberg am See und befördern ihn nach Fronberg. Dort geht es zunächst in das Vereinsheim der Zwölfer-Schützen zum Frühschoppen, ehe sich der Tross in Richtung Dorfplatz aufmacht. Voran die fesch gekleideten Kinder und Jugendlichen, dahinter die Helfer in ihrer Arbeitskluft. Dazwischen marschieren die Kirwamusikanten und kündigen schon von weitem die Ankunft an. Denn an der Kegelbahn, beim "Zweck", beim "Pirzer Sepp", bei der "Dirscherl Berta" und im Schlosshof wartet man bereits auf den Zug und reicht den Burschen hochprozentige Stärkungen für den weiteren Fußmarsch. Am Dorfplatz hakt sich Kirwabursch Martin Jobst dann bei der Pächterin der Brauereiwirtschaft, Cathleen Heine, ein und schwingt mit ihr auf der Straße das Tanzbein.

Tanzen zu Blasmusik


Nach einer kurzen Verschnaufpause kommt das Kommando zum Baumaufstellen. Zentimeter um Zentimeter hieven die Helfer den Stamm mit Muskelkraft hoch und verzieren ihnen zwischendurch mit Fähnchen, Kränzen und Girlanden. Schnell ist um den Stamm herum das Podium aufgestellt für den ersten Auftritt der Kirwapaare. Sage und schreibe 22 Paare werden es heuer sein, die auf und neben Podium tanzen.

Die Kirwamusikanten spielen im Saal der Brauereiwirtschaft zum Tanz auf, da gibt's traditionelle Blasmusik pur und ohne Verstärker. Die Musik ist wohl das Erfolgsgeheimnis der Fronberger Kirwa.Nach einem Generationswechsel vor einigen Jahren haben sich schnell wieder hervorragende Musiker zusammengefunden, die die Blasmusik von Schottisch über Polka bis hin zu ganz verzwickten Zwiefachen weiterpflegen. Der Sonntag, 16. Oktober, beginnt traditionell mit einem Gottesdienst. Nachmittags ziehen die Tanzpaare unter dem Beifall der Umstehenden in den Dorfplatz ein und steigen zum zweiten Mal aufs Podium. Ein zünftiger Nachmittag in der Tenne und eine weitere Tanzveranstaltung im Saal der Brauereiwirtschaft folgen. Hoch her geht es noch einmal zum Ausklang am Montag, 17. Oktober, beim "Männerfrühschoppen" und dem anschließenden Kirwaausklang im ASV-Sportheim und im Vereinsheim der Zwölfer-Schützen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.