Wasserwacht übt verschiedene Einsatzszenarien
Schnelle Hilfe im Badesee

Die Bergung eines Verletzten war ein Teil der Übungseinsätze. Bild: dos
Vermischtes
Schwandorf
15.10.2016
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An der bayernweiten Leistungsfeststellung für die mobilen Schnell-Einsatzgruppen Wasserrettung der Wasserwacht beteiligte sich auch die Kreiswasserwacht. An drei Übungstagen mussten in verschiedenen Szenarien - Vermisstensuche, Bootstransport von Verletzten, Crash-Rettung aus dem Wasser, Einsatz von Rettungstauchern - die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis stellen. Erschwerend kam hinzu, dass viele Übungsteile in der Dämmerung oder in der Nacht stattfanden.

Enge Zeitvorgaben


Für viele Nachwuchsleute war es nach ihrer Grundausbildung zum Wasserretter die erste Gelegenheit mit den erfahrenen Einsatzkräften zusammen zu arbeiten. Technischer Leiter Roland Vogt und Ausbilder Johann Fischer aus Burglengenfeld überprüften den Zustand der umfangreichen technischen Ausstattung der Schnell-Einsatzgruppen sowie deren sichere Handhabung. Das Einsetzen von Motorrettungsbooten oder die Einsatzvorbereitung von Rettungstauchern mussten unter Beachtung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen unter engen Zeitvorgaben absolviert werden.

Die Wasserwacht hat flächendeckend den Wasserrettungsdienst in Bayern inne. Dazu betreibt sie zahlreiche Wachstationen und hält mobile Schnell-Einsatzgruppen Wasserrettung vor. Die Kreiswasserwacht besetzt mit ihren 15 Ortsgruppen sieben Wachstationen an verschiedenen Gewässern im Landkreis, vom Steinberger See bis hin zu kleineren Badeseen wie der Tegelgrube in der Stadt Maxhütte Haidhof. Dieses Netz wird ergänzt durch neun mobile SchnellEinsatzgruppen, die von der Integrierten Leitstelle in Amberg zu jeder Tages- und Nachtzeit zu allen Notfällen rund um das Wasser alarmiert werden können.

Eine zehnte Schnell-Einsatzgruppe im südlichen Landkreis wird noch in diesem Jahr einsatzbereit sein. Je nach Anlass rückt eine aus drei Schnell-Einsatzgruppen bestehende Wasserrettungsgruppe oder die gesamte Kreiswasserwacht in voller Einsatzstärke aus. Bei sogenannten Primäreinsätzen zur Lebendrettung haben die mobilen Schnell-Einsatzgruppen Ausrückzeiten von deutlich unter 10 Minuten.

Die Ortsgruppen der Wasserwacht im Landkreis beginnen im Herbst wieder mit dem Schwimmtraining in den Hallenbädern. Neben dem Kinder- und Jugendtraining sind auch Seiteneinsteiger willkommen, die sich als Wasserretter ausbilden lassen wollen. Eine Besonderheit bei der Wasserwacht ist auch der hohe Anteil an weiblichen Einsatzkräften, denen die Ausbildung in allen Fachbereichen offen steht. Roland Vogt und Hans Fischer waren mit den Leistungsüberprüfungen sehr zufrieden. Aufgrund der positiven Resonanz auf die Übungstage hat die Kreis-Wasserwacht Schwandorf weitere vergleichbare Leistungsüberprüfungen in Aussicht gestellt, insbesondere zur Vorbereitung auf die bevorstehende Wintersaison.
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