Arbeitsmarkt hat sich 2015 prächtig entwickelt
Beschäftigung auf Rekordhoch

Symbolbild: dpa
Wirtschaft
Schwandorf
26.01.2016
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Vom Problemkind zum Vorzeigekandidaten: Agenturchef Joachim Ossmann gerät fast ins Schwärmen, wenn er den Blick auf die Arbeitsmarktentwicklung im Agenturbezirk richtet. Doch bei allen Rekorden: Der Landkreis Schwandorf scheint ein wenig zu schwächeln.

Swandorf. (ch) In Stadt und Landkreis Amberg und im Landkreis Cham sanken die durchschnittlichen Arbeitslosenzahlen im vergangenen Jahr, gleichzeitig wuchs - was angesichts des demografischen Wandels nicht selbstverständlich ist - die Zahl der Beschäftigten. Nur im Landkreis lag die Arbeitslosenquote im Schnitt etwas über dem Vorjahr. "Das ist ein vorgezogener Effekt", sagte Ossmann beim Jahrespressegespräch am Dienstag und lenkte so den Blick auf die Flüchtlingszahlen. Im Landkreis Schwandorf wurden relativ viele Kontingentflüchtlinge aus Syrien aufgenommen, die sofort einen Aufenthaltsstatus haben und sich zum Teil arbeitslos meldeten. Gleichwohl: Der Anstieg um 80 Arbeitslose im Schnitt ist marginal. Die Durchschnitts-Quote lag mit 3,4 noch unter dem bayerischen Schnitt von 3,6 Prozent.

"Die Wirtschaft braucht die jungen Leute", sagte Ossmann mit Blick auf die Asylbewerber, um die sich die Agentur in diesem Jahr besonders kümmern will. Ohne, und das betont der Agenturchef, dass darunter die Belange der Einheimischen zu leiden hätten (weiterer Bericht unten).

Die Zeiten, in denen der Agenturbezirk (Stadt Amberg, Landkreise Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach) zu den Sorgenkindern im Lande gehörte, seien jedenfalls überwunden, meint Ossmann. Die Kräftenachfrage in der Region sei ungebrochen. Aktuell sind bei der Agentur 2360 freie Stellen registriert. Gleichzeitig erreichte die Beschäftigung im Bezirk mit knapp 155 000 einen neuen Rekord bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Besonders die Region um Sulzbach-Rosenberg habe sich gut entwickelt, ebenso Bad Kötzting (Kreis Cham): Dort sank im Sommer die Quote auf 1,9 Prozent. Vor 30 Jahren, im Februar 1985, hatte sie noch bei 47,2 Prozent gelegen.
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