Arbeitsmarkt: Im Juni leicht sinkende Zahlen
Integration in mehreren Schritten

Wirtschaft
Schwandorf
30.06.2016
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Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf der Agentur für Arbeit blieb die Arbeitslosenquote im Juni bei 3 Prozent und liegt damit etwas schlechter als im gesamten Landkreis, wo sie 2,9 Prozent beträgt. Dennoch ging die Arbeitslosigkeit geringfügig zurück, und zwar um rund 40 arbeitslos gemeldete Arbeitnehmer auf etwa 2230. Auch im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück. Das teilte die Agentur mit, die auch darauf eingeht, wie sich die Flüchtlingszahlen auf den Jobmarkt auswirken.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 720 Personen neu oder erneut arbeitslos, rund 30 Personen oder 4,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Monat des Vorjahres. Gleichzeitig konnten rund 750 Arbeitnehmer ihre Arbeitslosigkeit beenden, rund 160 (18 Prozent) weniger als im Juni vor einem Jahr.

"Die anhaltend gute Arbeitsmarktsituation spiegelt sich auch im ersten Halbjahr 2016 wider. Die Stellenmeldungen der Betriebe liegen seit Jahresbeginn in fast allen Branchen höher als im vergangenen Jahr und belegen eine stabile Beschäftigung bei guter Auftragslage der Unternehmen", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann. Vor allem in der metallverarbeitenden Industrie, in der Elektro- und Elektronikbranche, im Kfz-Handwerk, der Logistik und im Sozial- und Gesundheitswesen ist der Nachfrageüberhang besonders deutlich. Hier besteht eine sehr hohe Nachfrage nach Fachkräften, aber zum Teil auch nach qualifizierten Helfern.

Der regionale Arbeitsmarkt wird derzeit durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitsuchender beeinflusst, unter anderem durch anerkannte Asylbewerber, die sich arbeitslos melden. Die große Nachfrage nach Arbeitskräften und die hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sind laut Agentur sehr positive Faktoren, jedoch benötigt der überwiegende Teil der Zugewanderten im Vorfeld entsprechende sprachliche und berufsbezogene Vorbereitung. Sobald erste sprachliche Hürden genommen sind, können den arbeitsuchenden Flüchtlingen verschiedene Angebote zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt gemacht werden. Hierfür sind jedoch häufig mehrere Schritte erforderlich. Die Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes und die Kooperationsbereitschaft aller Partner am Arbeitsmarkt wirken dabei unterstützend, teilte die Agentur mit. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Schwandorfer gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters im ersten Halbjahr 2720 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, 350 Angebote mehr als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.
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