Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf haben 2,9 Prozent mehr keinen Job als im Vormonat
Arbeitslosigkeit steigt leicht an

Wirtschaft
Schwandorf
29.07.2016
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(doz/nt) Auch wenn die Arbeitslosigkeit leicht anstieg, ist das kein Grund zur Besorgnis. Denn nach Einschätzung von Joachim Ossmann, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, ist das jahreszeitlich bedingt. Im Bezirk der Geschäftsstelle Schwandorf, der den Landkreis ohne den Raum Oberviechtach umfasst, stieg die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli leicht an, und zwar um rund 70 Personen (2,9 Prozent). Mitte Juli waren im Bezirk der Hauptagentur rund 2300 Personen arbeitslos gemeldet, sieben Personen (0,3 Prozent) mehr als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote blieb von Juni auf Juli unverändert bei 3,0 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote im Juli bei 3,1 Prozent.

Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich rund 830 Personen neu oder erneut arbeitslos, das waren rund 70 Meldungen (9,6 Prozent) mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. "Mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich geht der Arbeitsmarkt in die zweite Hälfte des Jahres 2016. Im Juli rechnen wir jedoch üblicherweise mit verstärkten Zugängen durch Ende der Berufs- und Schulausbildungen", sagte Joachim Ossmann, der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf. Das sei eine jahreszeitlich übliche Entwicklung, wenngleich die Zunahme arbeitsuchender unter 20 Jahren etwas stärker ausgefallen sei als im Juli des Vorjahres. "Ein Teil dieser arbeitslos gewordenen jungen Menschen hat aber bereits eine Anschlussperspektive. Junge Fachkräfte, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden, stellen ein wertvolles Potenzial für Arbeitgeber dar."

Eine hohe Nachfrage nach Fachkräften besteht weiterhin im gewerblich-technischen Bereich sowie in den pflegerischen und sozialen Berufen. Hier zeigen sich Schwierigkeiten bei der Vermittlung, da zum Teil qualifizierte Arbeitsuchende fehlen. Auf der einen Seite herrscht Fachkräftebedarf, andererseits ist es erforderlich, dass Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte oder auch Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dabei gilt es, diesen Arbeitskräften Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Agentur für Arbeit nutzt dabei das zur Verfügung stehende Beratungs- und Förderportfolio wie beispielsweise Eingliederungszuschüsse an Arbeitgeber, berufliche Weiterbildungsmaßnahmen oder auch betriebsnahe Qualifizierungen und Erprobungen.

Die auf hohem Niveau liegende Nachfrage nach Arbeitskräften stieg weiter an. Betriebe und Verwaltungen meldeten dem Schwandorfer Arbeitgeberservice seit Jahresbeginn rund 3160 sozialversicherungspflichtige Stellen neu zur Besetzung, rund 400 Angebote bzw. 14,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des vergangenen Jahres.

Im Landkreis Schwandorf sind bis zum Berichtsmonat insgesamt 1457 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet worden, das sind 58 Stellen (4,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Demgegenüber beträgt die Zahl der gemeldeten Bewerber 905, das sind neun Bewerber (ein Prozent) weniger als im Vorjahr.
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