Chefjustiziar informiert Haus- und Grundbesitzer
Keine Mietpreisbremse

Rechtsanwalt Manfred Nikui (links) und der Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins, Christoph Bauer (rechts), klären die Mitglieder über Neuerungen im Mietrecht auf. Bild: Hirsch
Wirtschaft
Schwandorf
01.10.2016
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Mietverträge, Wohnungsübergaben, Betriebskostenabrechnungen, Kündigungen: Das sind die hauptsächlichen Gründe, warum die Mitglieder des "Haus- und Grundbesitzervereins" die Beratungen in Anspruch nehmen.

Rund 900 Gespräche führen Vorsitzender Christoph Bauer und die Fachanwälte für Mietrecht, Claudia Greger und Johann Huber, im Jahr. Der Haus- und Grundbesitzerverein hat landkreisweit 1038 Mitglieder. "Wir geben uns größte Mühe, den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen", sagt Christoph Bauer. Der Verein helfe den Mitgliedern auch dabei, die Bonität eines Mietinteressenten abzufragen.

Neues Melderecht


Christoph Bauer bedankte sich bei Rudolf Simon, der 20 Jahre das Amt des Kassiers innehatte. Sein Nachfolger ist Thomas Schlagenhaufer. Über wichtige Änderungen für Vermieter und Mieter informierte Rechtsanwalt Manfred Nikui (München, Chefjustiziar des Landesverbandes "Haus & Grund Bayern". Er machte deutlich, dass die Mietpreisbremse die Stadt und den Landkreis Schwandorf nicht betreffe. Das neue Melderecht schreibe vor, dass Mieter bei Anmeldung ihres neuen Wohnsitzes der Meldebehörde eine Einzugsbestätigung ihres neuen Vermieters vorlegen müssen. Nach der neuen Energieeinsparverordnung müssen in Immobilienanzeigen Angaben aus dem Energieausweis, den jeder Vermieter oder Verkäufer braucht, gemacht werden. Ein neues Mess- und Eichgesetz verpflichtet jeden Vermieter, spätestens sechs Wochen nach Inbetriebnahme neuer Kalt- und Warmwasserzähler sowie Wärmemengenzähler dies der zuständigen Eichbehörde anzuzeigen. Nikui informierte auch darüber, dass seit Anfang 2016 Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1986 eingebaut worden sind, nicht mehr betrieben werden dürfen. Schönheitsreparaturen können nur mehr dann auf den Mieter übertragen werden, wenn ihm die Wohnung frisch gestrichen übergeben worden ist, sagte der Verbandsjurist. Das habe der Bundesgerichtshof so entschieden.

Beratungstermine


Jeden Dienstag findet von 14 bis 19 Uhr in der Geschäftsstelle des Vereins in der Kreuzbergstraße 2 in Schwandorf eine Sprechstunde statt.
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